Dienstag, 03. September 2019

Agenda Bozen: 4 Baulose auf den Weg gebracht

Die Landesregierung hat am Dienstag die ersten 4 Eingriffe des Plans für die Neuorganisation der Mobilität in der Gewerbezone Bozen Süd genehmigt. Für die Maßnahmen sind Investitionen von 42 Millionen Euro vorgesehen. Land und Gemeinde finanzieren die Vorhaben gemeinsam, wobei das Land 75 Prozent der Kosten trägt und die Gemeinde 25 Prozent. Der größte Eingriff wird in der Romstraße gemacht, wo eine Unterführung gebaut wird (31 Millionen Euro).

Der größte Eingriff wird in der Romstraße gemacht, wo eine Unterführung gebaut wird.
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Der größte Eingriff wird in der Romstraße gemacht, wo eine Unterführung gebaut wird. - Foto: © LPA

Die Rahmenvereinbarung für den Bau der strategischen Infrastrukturen soll Lebensqualität, Mobilität und Erreichbarkeit in der Landeshauptstadt in den kommenden Jahren maßgeblich verbessern, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Landesregierungssitzung. Die Rahmenvereinbarung wurde am Dienstag vom Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi am Ende einer außerordentlichen Sitzung des Stadtrats unterzeichnet. Für das Land hat Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, auf dessen Vorschlag der Beschluss von der Landesregierung genehmigt wurde, die Vereinbarung unterschrieben.

Agenda Bozen wird angegangen

Die Arbeiten, für die am Dienstag die technischen Eigenschaften genehmigt wurden, sind vier der insgesamt 13 Maßnahmen der Agenda Bozen, dem gemeinsamen Mobilitätsmanagement des Landes und der Gemeinde Bozen. Sie zielen laut Kompatscher darauf ab, die städtische Mobilität neu zu organisieren, die Lebensqualität zu verbessern und Schadstoffemissionen zu vermindern. Letzere werden vor allem durch die verschiedenen Verkehrsflüsse, sei es in der Stadt, sei es von außerhalb usw. verursacht. Für die Maßnahmen sind Investitionen von 42 Millionen Euro vorgesehen. Land und Gemeinde finanzieren die Vorhaben gemeinsam, wobei das Land 75 Prozent der Kosten trägt und die Gemeinde 25 Prozent. Die ersten Arbeiten für die Projektierung können nun anlaufen.

Für die Maßnahmen sind Investitionen von 42 Millionen Euro vorgesehen. - Foto: LPA

Unterführung in der Romstraße

Der größte Eingriff wird in der Romstraße gemacht, wo eine Unterführung gebaut wird (31 Millionen Euro). Die anderen Arbeiten betreffen die Umgestaltung der Grandi-Straße (1,6 Millionen Euro), die Neugestaltung der Knotenpunkte in der Innsbrucker-Straße und ihrer aktuellen Verbindungen mit der Brennerstaatsstraße SS 12 (2,2 Millionen Euro) sowie die Neugestaltung des Abschnitts zwischen der Buozzi-Straße und Pacinotti-Straße ab der Einstein-Straße bis zur Galilei-Straße (7,2 Millionen).

Durch die Arbeiten soll eine wechselseitige Verbindung zwischen der Mautstelle der Brennerautobahn (A22) Bozen Süd, der Staatsstraße in Richtung Meran (SS 38), der Brennerstaatsstraße (SS 12) und den zentralen Stadtteilen geschaffen werden. Darüber hinaus soll die Erreichbarkeit des Stadtgebiets Bozen Süd und der Mobilitätsfluss verbessert werden, auch um die Wettbewerbsfähigkeit der dort angesiedelten Unternehmen zu garantieren. Insgesamt wird laut Kompatscher eine nachhaltige Gestaltung der Stadt ins Auge gefasst, bei welcher der öffentliche Nahverkehr und die Radmobilität eine wichtige Rolle spielen.

Multimodaler Ansatz

„Die am Dienstag unterzeichnete Rahmenvereinbarung bildet die Grundlage für eine Neugestaltung der Mobilität im Gewerbegebiet Bozen Süd. Sie verfolgt einen multimodalen Ansatz und kombiniert somit verschiedene Verkehrsmittel. Dies soll dazu beitragen, die Landeshauptstadt sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig weiterzuentwickeln“, betonte Kompatscher.

„Die Mobilität in Bozen muss umfassend und als Ganzes neu organisiert und geplant werden, wobei wir uns an den Bedürfnissen jener Bürger orientieren, die in der Stadt leben und wirtschaften, Aber auch die Bedürfnisse jener, die in die Stadt kommen um zu arbeiten, zur Schule zu gehen oder beispielsweise einzukaufen“, unterstrich Mobilitätslandesrat Alfreider. „Dazu wollen wir bereits bestehende Infrastrukturen noch besser nutzen und durch ein kluges Mobilitätsmanagement und das Miteinander verschiedener Mobilitätsformen weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung und dafür mehr Lebensqualität erreichen“, sagte der Landesrat.

lpa

stol