: Die Carabinieri haben das Lokal für 15 Tage dichtgemacht. Die Schließung erfolgte schon in der vorigen Woche durch die Carabinieri-Kompanie Bruneck. Die Verfügung wurde den Betreibern des Lokals zugestellt. Die Maßnahme war von der Quästur Bozen auf Antrag der Carabinieri der Station von Steinhaus angeordnet worden.<BR /><BR />Wie die Carabinieri mitteilen, geht die Schließung auf eine Reihe von Einsätzen zurück, die seit Jänner 2023 im und rund um das Lokal notwendig wurden. Dabei kam es zu Schlägereien, handfesten Auseinandersetzungen und tätlichen Angriffen unter Gästen – teilweise sogar unter Beteiligung des Sicherheitspersonals. Mehrere Personen wurden dabei verletzt. Hinzu kommen etliche Beschwerden von Anwohnern, die sich über anhaltende nächtliche Ruhestörungen beklagten – offenbar insbesondere in den frühen Morgenstunden.<h3> Zuerst Verwarnung, jetzt Schließung</h3>Bereits im Mai 2024 hatte die Bozner Quästur den Betreibern eine Verwarnung ausgesprochen. Die nunmehrige Schließungsverfügung führt insgesamt elf dokumentierte Vorfälle an. In allen Fällen steht übermäßiger Alkoholkonsum im Mittelpunkt, der laut Polizei als Auslöser für die Gewaltausbrüche gilt. Die Behörden sehen dadurch eine ernste Gefährdung von Sicherheit und Ordnung.<h3> Die Carabinieri schildern zwei schwerwiegende Vorfälle im Detail:</h3>Im ersten Fall kam es auf dem Platz vor dem „Hexenkessel“ zu einer Schlägerei, an der sechs Personen beteiligt waren – darunter eine Frau. Die Gruppe hatte zuvor gemeinsam im Lokal gefeiert und reichlich Alkohol konsumiert. Zwei Personen wurden verletzt und mussten im Krankenhaus Bruneck medizinisch behandelt werden.<BR /><BR />Der zweite Vorfall ereignete sich im Inneren des Lokals. Ein Besucher schlug dabei einem deutschen Urlauber mit einem Glas ins Gesicht, wodurch dieser eine Rissquetschwunde erlitt. Auch er musste zur Behandlung ins Krankenhaus von Bruneck gebracht werden. Die Carabinieri konnten den Hergang mithilfe von Videoaufnahmen und Zeugenaussagen ermitteln und zeigten drei Personen, darunter erneut eine Frau, bei der Staatsanwaltschaft an.