Sonntag, 18. Juli 2021

Tief Bernd streift auch das Ahrntal – Feuerwehr im Einsatz – UPDATE

Zwischen Samstagmorgen und Sonntagmorgen fielen im Nordosten Südtirols fast 50 Liter Regen je Quadratmeter. Die Freiwilligen Feuerwehren von Steinhaus und St. Johann im Ahrntal sind am Sonntagmorgen ausgerückt, um die Lage am Keilbach, der direkt durch das Dorf Steinhaus führt, zu kontrollieren. Am Nachmittag, 14 Uhr, konnte Entwarnung gegeben werden. Die Lage sei unter Kontrolle.

Der Keilbach führt am Sonntag große Mengen Wasser. Um 14 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Lage sei unter Kontrolle. - Foto: © FFW Steinhaus
„Das verheerende Deutschlandtief Bernd, das mittlerweile zum Adriatief geworden ist, sorgt nun an der Alpennordseite (Österreich) für große Niederschlagsmengen. Südtirol trifft es nur am Rande, im äußersten Nordosten in Prettau fielen in den vergangenen 24 Stunden 50 l/m²“, schreibt Landesmeteorologe Dieter Peterlin am Sonntag.

Aufgrund der starken Regenfälle hat die Ahr in Taufers und im Ahrntal die Warnstufe überschritten. Die Rienz in Stegen hat die Vorwarnstufe erreicht. Am Nachmittag ist auch im Unterpustertal und im Eisacktal mit leicht erhöhter Wasserführung zu rechnen.

Der Keilbach, ein Seitenbach der Ahr, war auf etwa 1500 Metern über die Ufer getreten und hat im Unterlauf bis zur Einmündung in die Ahr kleinere Probleme bereitet.

Die Freiwilligen Feuerwehren von Steinhaus und St. Johann rückten kurz nach 7 Uhr aus, um sich ein Bild von der Lage zu machen.




Durch den schnellen Einsatz mit Personal und mit schwerem Gerät – es standen 60 Wehrleute, 6 Bagger und mehrere Lkw im Einsatz – konnten ein Übertreten des Baches und größere Schäden verhindert werden.


Am Nachmittag, 14 Uhr, dann die endgültige Entwarnung von Seiten der Feuerwehr Steinhaus: „Durch die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren, Baggerunternehmen und dem Amt für Wildbachverbauung ist es gelungen den betroffenen Seitenbach unter Kontrolle zu bringen. Die zwei Bachsperren des Keilbaches, der direkt durch das Dorf Steinhaus führt, haben eine schlimmere Katastrophe verhindert“, heißt es in der Aussendung.

Mittlerweile konnten die Feuerwehren wieder einrücken. Mit Baggern wird nun weiterhin das Bachbett stabilisiert. Derzeit wird noch ein Lokalaugenschein durch das Amt für Wildbachverbauung und dem zuständigen der Gemeinde Ahrntal durchgeführt

Auch die Ahr führt am Sonntag große Mengen an Wasser:

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Wie berichtet, hat Tief Bernd für Verwüstung und leider auch zahlreiche Todesopfer gesorgt. Es zog zunächst über Deutschland und Belgien und hat nun mit voller Wucht auch Österreich erfasst.

stol

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