In der Gemeinde Meran liegen laut Finanzstadtrat Nerio Zaccaria rund 290 Gesuche auf, um entsprechend viele Wohnungen künftig als Ferienwohnungen vermieten zu können. <BR /><BR />Meran ist bekanntlich eine Gemeinde mit Wohnungsnot. Dazu kommt, dass mittlerweile Wohnungen mit Bewilligung zur Kurzzeitvermietung (SUAP) schon wertsteigernd weiterverkauft werden. Dadurch verteuern sich die Wohnungen zusätzlich. „Natürlich ist es so, dass je mehr Wohnungen kurzzeitvermietet werden, umso mehr Wohnungen am normalen Mietmarkt fehlen. Und wir haben bereits genug Wohnungen, die an Gäste vermietet werden“, sagt Zaccaria.<BR /><BR />Einen Hebel hat die Meraner Stadtregierung allerdings, um den Aderlass an Wohnungen zumindest einzubremsen und zwar die Zuteilung der 296 Betten, die das Land Meran zugewiesen hat.<BR /><BR />Derzeit werden in den 530 Wohnungen 1750 Betten an Touristen vermietet. Wie die 296 Betten zugewiesen werden sollen, daran knobelt zur Zeit der Stadtrat. Eigentlich wollte Stadtrat Marco Perbellini bereits innerhalb April die Zuteilungskriterien der Betten in den Gemeinderat bringen. Daraus dürfte nichts werden, wie Zaccaria sagt. Das Zuteilungssystem müsse gut austariert werden.<BR /><BR />Die Linie der SVP sei klar. „Wir müssen dieser Kurzzeit-Vermietung von Wohnungen einen Riegel vorschieben. Denn in anderen größeren Tourismus-Städten sieht man bereits, dass sie keine gute Entwicklung für die Stadt bringt, sondern negative Auswüchse zeitigt und die Not am Wohnungsmarkt zusätzlich verschärft. Mit dem Bettenstopp haben wir ein Instrument und wir müssen es nutzen. Ich hoffe, dass die Regierungspartner das genauso sehen“, sagt Zeller.<BR /><BR />Dabei erinnert sie daran, dass sich die Stadtratsmehrheit im Zuge der Festlegung der Super-GIS-Kriterien beim Mindestauslastungsgrad einhellig für die Höchstgrenze von 50 Prozent ausgesprochen hatte, die allerdings vom Land dann gekippt worden war. Um das Ganze unappetitlich zu machen, denkt Zeller auch an eine Erhöhung der Mülltarife für solche Wohnungen.