Nachdem in Bozen einige Schwarz-Vermieter von Ferienwohnungen ertappt wurden, kündigt Landesrat Schuler flächendeckende und professionelle Kontrollen an. Die Verwaltungsstrafe von 450 Euro sei zwar niedrig. Man denke aber trotzdem nicht daran, sie zu erhöhen. <BR /><BR />Dass es wirklich nur 2 sind, überrascht. Jedenfalls hat Bozen als eine der ersten Gemeinden angefangen, ihre Hausaufgaben zu machen und 2 illegale Vermietungen von Ferienappartments aufgedeckt. Die Strafe von 450 Euro sei allerdings „ein Witz“, bemerkt Stadträtin Johanna Ramoser zu Recht.<BR /><BR />Dem kann Tourismuslandesrat Arnold Schuler zur zustimmen. „450 Euro holt man in 2, im besten Fall sogar in einer Nacht herein“, so Schuler. Trotzdem denkt das Land nicht daran, die Strafen zu erhöhen. Viel schmerzhafter als die Verwaltungsstrafe sei für illegale Vermieter auf Online-Plattformen, dass ihr Vergehen an die Finanzpolizei weitergemeldet werde. „Das Mindeste, was sie nicht gezahlt haben, ist die Ortstaxe“, so Schuler. Die Finanzwache werde aber auch kontrollieren, ob die Einnahmen versteuert wurden. „So ein Vorfall endet nicht mit der Strafe“, stellt Schuler klar.<h3> „Kriegt keine Lizenz mehr“</h3>Allemal seien die 2 Fälle in Bozen „nur die Spitze des Eisbergs“, ist Schuler überzeugt. Die Kontrollen der Gemeinden waren bisher „mehr als mau“. Schuler kündigt flächendeckende Kontrollen an. Bis 30. Juni können Betriebe, die völlig legal aufgrund einer Lizenz oder Tätigkeitsmeldung Zimmer vermieten, ihre Betten nachmelden. „Wer jetzt illegal ist, kriegt aber aufgrund des Bettenstopps keine Lizenz mehr. Er bleibt illegal und ist gut beraten, seine Aktivitäten einzustellen“, sagt Schuler.<BR /><BR />Ab Herbst werde die Einhaltung des Bettenstopps und die illegale Vermietung kontrolliert. Im Falle der Schwarz-Vermietung indem über längere Zeit das Angebot auf Plattformen wie Airbnb im Auge hat. „Da scheint schnell auf, wer keine Genehmigung hat“, so Schuler.<BR /><BR />Die flächendeckenden Kontrollen erfolgen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Derzeit stehen 2 Modelle im Raum: Entweder man beauftragt Externe oder die Agentur des Landes, die bereits die konventionierten Wohnungen kontrolliert; diese soll personell verstärkt werden. „Sicher ist, dass wir ein professionelles Kontrollsystem aufbauen – auch zum Schutze jener, die alles ordnungsgemäß abwickeln“, sagt Schuler.<BR />