Dienstag, 31. März 2015

Airbus-Absturz: Alle Leichen wurden geborgen

Am Absturzort der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen haben die Ermittler die Bergung der Toten beendet. Zudem soll ein Video aus der Germanwings-Unglücksmaschine aufgetaucht sein. Es soll belegen, dass die Passagiere an Bord gewusst hätten, in welch verzweifelter Lage sie sich befanden.

Ab Mittwoch werden nicht mehr Leichen, sondern Gegenstände geborgen.
Ab Mittwoch werden nicht mehr Leichen, sondern Gegenstände geborgen.

Es gebe keine Leichen mehr am Absturzort, teilte die Gendarmerie am Dienstagabend in Seyne-les-Alpes mit.

Am Mittwoch würden Einsatzkräfte zu dem Ort aufsteigen, um die persönlichen Gegenstände einzusammeln.

Video vom Unglücksmoment? 

Ein Video aus der Germanwings-Unglücksmaschine soll Medienberichten zufolge Bilder aus den letzten Sekunden des Flugs 4U9525 zeigen. „Bild“ und das französische Magazin „Paris Match“ berichteten am Dienstagabend, Mitarbeiter hätten die Sequenz ansehen können. Das Video sei am Unglücksort von einer Person gefunden worden, die zum Kreis der Ermittler gehöre.

Es belege, dass die Passagiere an Bord gewusst hätten, in welch verzweifelter Lage sie sich befanden, berichtete „Bild“. In mehreren Sprachen sei der Ausruf „Mein Gott“ zu hören. Der Zeitung zufolge ist die Szenerie an Bord chaotisch und völlig verwackelt, einzelne Personen seien nicht identifizierbar. Die Echtheit des Videos sei unzweifelhaft.

Der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin erklärte auf Anfrage der Deutschen-Presse-Agentur, er wisse nichts von einem solchen Fund. Es seien eine Reihe von Handys gefunden worden, die noch ausgewertet würden. Sie seien aufgrund des Aufpralls aber in einem sehr schlechten Zustand. „Ich weiß nicht, ob sie ausgewertet werden können.“ 

dpa

dpa

stol