Samstag, 17. März 2018

Aiut Alpin: Über 430 Rettungsflüge in der Wintersaison

Wie der Aiut Alpin Dolomites am Freitag auf Facebook mitteilte, habe er in der Wintersaison 2017/2018 bereits über 430 Einsätze absolviert.

Der Aiuit Alpin flog in der Wintersaison 2017/2018 bereits über 430 Einsätze. - Foto: Facebook/Aiut Alpin Dolomites/Sanon
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Der Aiuit Alpin flog in der Wintersaison 2017/2018 bereits über 430 Einsätze. - Foto: Facebook/Aiut Alpin Dolomites/Sanon

Trotz der relativ ungünstigen Wetterlage in den letzten Wochen haben zahlreiche Skifahrer die Skigebiete in Südtirol besucht, um sich an den verschiedensten Wintersportarten zu erfreuen. Unglücklicherweise passieren in den Bergen aber immer wieder mehr oder weniger schwere Unfälle. Der Aiut Alpin hatte auch in dieser Wintersaison alle Hände voll zu tun. 

Kinder als Patienten

Auf der Col-Raiser-Abfahrtspiste etwa kam es im Februar zu einem folgenschweren Skiunfall: Ein 6-jähriger Bub aus Rom zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Der Junge  kam ohne Fremdeinwirkung mit seinen Skiern zu Sturz und obwohl er einen Helm trug, erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma, ein Gesichts- sowie ein Bauchtrauma. Nach der Erstversorgung wurde der 6-Jährige vom Team des Rettungshubschraubers Aiut Alpin ins Krankenhaus Bozen geflogen. (STOL hat berichtet)

Am 8. März beispielsweise kam der Aiut Alpin Dolomites gleich 3 Kindern in Not zur Hilfe. Am Grödner Joch brach sich in der Nähe der Hütte „Jimmy“ ein 6-jähriger Bub ein Bein. Der Aiut brachte den Kleinen, der starke Schmerzen hatte, ins Spital. Ebenfalls am 8. März hatte ein 2-jähriger Junge in Kastelruth erhebliche Atembeschwerden. Auch ihm kam der Aiut Alpin zu Hilfe.

Kurz darauf wurde der Rettungshubschrauber zu einem dritten Unfall mit einem Kind gerufen. Am Kronplatz war ein 7-jähriges Mädchen mit den Skiern gefallen und erlitt eine Fraktur am Bein. 

In einem Video von Franz Campitello, das er auf Facebook gepostet hat sieht man einen Start des Aiut Alpin Dolomites.

Nicht immer optimale Wetterbedingungen

Nicht immer kann der Hubschrauber einen Unfallort erreichen, an den er gerufen wird: So geschehen am Grödner Joch auf der Seite nach Kolfuschg, wo eine Skifahrerin wegen der schlechten Sicht gefallen war und sich beide Beine gebrochen hatte. An dem Tag war der Nebel so dicht, dass sich der Hubschrauber nicht über das Grödner Joch erheben konnte. Der Pilot musste notgedrungen wieder in Wolkenstein landen.

Der Arzt wurde also mit Hilfe der Pistenrettung zur verletzten Frau gebracht, nach der Erstversorgung wurde sie dann mit dem Skidoo ins Tal transportiert und anschließend vom Aiut ins Krankenhaus geflogen.

Kuriose Einsätze 

Am Col Rodella im Fassatal verlor ein russischer Skifahrer aufgrund starken Nebels die Orientierung und landete außerhalb der Piste in steilem Gelände in Richtung Durontal. Das Ganze passierte bereits am frühen Nachmittag. Der Mann setzte aber unverständlicherweise erst gegen 22 Uhr einen Notruf ab.

6 Männer der Bergrettung des Fassatals begannen sofort mit der Suche nach dem Mann. Da der Verunglückte aber keine präzisen Hinweise auf seinen Standort liefern konnte, dauerte es bis 3 Uhr morgens bis die Rettungskräfte ihn völlig durchnässt und unterkühlt finden konnten. (STOL hat berichtet)

Angesichts der instabilen Wettersituation, die vorherrschte, und auch angesichts des schlechten Zustandes des Russen, beschlossen die Bergretter den Mann mit warmer Kleidung und heißem Tee warm zu halten. Eine Bergung mit dem Rettungshaubschrauber Aiut Alpin erfolgte dann bei Tagesanbruch, nachdem das Wetter kurzzeitig einen Flug zuließ. 

Die Crew des Aiut erreichte die Gruppe schließlich gegen 7.30 Uhr, der Russe und seine Retter wurden mittels einer 70 Meter langen Seilwinde geborgen und in Sicherheit gebracht.

Traktorunfall

Glück im Unglück hatte ein Bauer am Ritten, der gerade mit seinem Traktor auf den Feldern arbeitete. Der Mann lenkte das Gefährt in ein Loch, der Traktor kippte um, der Mann blieb in der Kabine eingeklemmt. Dank des Sicherheitsgurts, den der Mann angelegt hatte, erlitt er nicht allzu schwere Verletzungen.

Der alarmierte Aiut Alpin brachte Bauer dennoch zu einer genaueren Kontrolle ins Krankenhaus. 

stol

stol