Sonntag, 24. Januar 2016

Akademikerball – Wieder mehrere Protestaktionen geplant

Der „Wiener Akademikerball“ am 29. Jänner in der Wiener Hofburg wird auch heuer wieder von einigen Protestveranstaltungen begleitet.

Demonstration gegen Akademikerball.
Demonstration gegen Akademikerball. - Foto: © APA

Die Gruppierung „Offensive gegen Rechts“ (OGR) sowie die Sozialistische Linkspartei haben zu Demonstrationen aufgerufen. Die Plattform „Jetzt Zeichen setzen!“ wird am Abend des Balls erneut am Heldenplatz eine Veranstaltung mit Reden und Musikbeiträgen abhalten.

Die Kundgebung von „Jetzt Zeichen setzen!“ steht wie schon im Vorjahr unter dem Motto „Kein Salon dem Rechtsextremismus!“ – die Aktivisten stellen sich erneut gegen die Abhaltung des Akademikerballs (des ehemaligen Balls des Wiener Burschenschafter-Korporationsrings/WKR-Ball) in der Hofburg: „Die Räume der Republik sollen Veranstaltungen und Vernetzungsaktivitäten der extrem Rechten keinen Platz mehr bieten!“, heißt es auf der Website der Plattform.

Als Redner der Veranstaltung, die um 19 Uhr am Heldenplatz beginnt, werden u.a. Volkshilfe-Chef Erich Fenninger und der Datenforensiker Uwe Sailer sowie Freiheitskämpferinnen erwartet. Mehrere Musikgruppen, darunter Commando Elefant, umrahmen das Programm.

Ausschreitungen bei linksradikaler Demo 

Das nach Eigendefinition linksradikale antifaschistische Bündnis „NOWKR“, rund um dessen Demonstrationszug es in den vergangenen Jahren zu teils gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war, hat sich nach dem letzten Akademikerball aufgelöst und wird heuer keine Proteste veranstalten.

Dennoch wird es zwei Demonstrationen geben: Bereits am Nachmittag startet der erste Protestzug gegen den Ball. Die Sozialistische Linkspartei hat für 15.30 Uhr zu einer Demo aufgerufen, die vom Wallensteinplatz zur Porzellangasse und über die Währingerstraße bis zum Schottentor führen wird.

apa

stol