Donnerstag, 01. Februar 2018

Aktenzeichen xy rollt Spatzen-Mord auf

Warum musste der Manager der Kastelruther Spatzen sterben? Dieser Frage ging am Mittwochabend Rudi Cerne in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen xy“ nach. 20 Jahre liegt der Mord an Karlheinz Gross nun zurück. Und noch immer ist er nicht aufgeklärt. Letzte Hoffnung: Hinweise aus der Bevölkerung aufgrund der ZDF-Sendung.

Der Mordfall rund um Karlheinz Gross ist weiter ungeklärt.
Der Mordfall rund um Karlheinz Gross ist weiter ungeklärt. - Foto: © D

„Helfen Sie der Familie Gross, Gewissheit zu erlangen“ – mit dieser Bitte wandte sich Moderator Rudi Cerne am Mittwoch an die Zuschauer seiner Sendung. Mit Hinweisen, so Cerne, sollte man sich an die Kripo Magdeburg oder auch an das Aufnahmestudio der live-Sendung wenden. Der Fall des ermordeten Spatzen-Managers lief jedoch in der zweiten Hälfte der Sendung, so dass bis zum Schluss der xy-Ausgabe kaum Hinweise eingegangen waren.

Filmbeitrag zeigt letzte Stunden

Genau waren die letzten Stunden von Karlheinz Gross in einem Filmbeitrag nachgestellt worden. Von der Ankunft in Magdeburg am Vortag der Tat am 6. März 1998. In Magdeburg hatte die Südtiroler Volksmusikgruppe abends ein Konzert gehabt, tags darauf geht es weiter nach Essen. Doch der Transporter für die Fanartikel der Band ist defekt. Er muss in die Werkstatt – was Karl-Heinz Gross übernimmt.

Der Rest der Band macht sich schon in der Früh auf den Weg nach Essen. Der Reparatur des Wagens gibt der Werkstatt Probleme auf, um 16.30 Uhr ist der Wagen immer noch nicht wieder fahrtüchtig. Karlheinz Gross informiert seinen Bruder Albin, den Keyboarder der Band. Es sollte das letzte Telefonat der beiden Brüder sein.

Denn gegen 18.15 Uhr wird Gross schwer verletzt von einem Lkw-Fahrer im Süden der Steinkopfinsel im Norden Magdeburgs aufgefunden, unweit der Werkstatt. Karl-Heinz Gross stirbt wenig später im Krankenhaus. Die Familie hat eine Belohnung von 50.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.

D

stol