„Offline ist der neue Luxus“ lautet das Motto. Der Verzicht steht jedoch nicht alleine im Fokus. Vielmehr soll man erkennen, dass es einem damit am Ende besser geht. „Studien belegen, dass soziale Medien bei jungen Menschen ebenso wie bei Erwachsenen zu Identitätskrisen und Stress beitragen“, erklärt Peter Koler vom Forum Prävention. Durch mehrere Events, die von den unterschiedlichen Mitträgern der Aktion organisiert werden, soll der Mehrwert von Erfahrungen abseits der digitalen Welt aufgezeigt werden. <BR /><BR />Vor Beginn der Veranstaltungen werden alle Handys eingesammelt und in eigene Boxen oder sogenannte Handy-Hotels gelegt. Am Ende bekommt man den digitalen Begleiter dann wieder zurück. Zu den Aktionen gehören unter anderem ein Kleidertauschmarkt, achtsame Spaziergänge, Stadterkundungen ohne „Google Maps“, Kältebaden und ein Workshop.<BR /><BR />Eigens gestaltete Plakate, Lesezeichen und Türhänger sollen während der Fastenzeit daran erinnern, wie wichtig die bildschirmfreie Zeit für Gesundheit und Wohlbefinden ist. Studien zeigen, dass Smartphones und soziale Medien zwar kurzfristig das Belohnungszentrum im Gehirn aktivieren, jedoch nicht zu dauerhafter Zufriedenheit führen. Nachhaltiges Wohlbefinden entsteht vielmehr durch Bewegung, echte soziale Nähe, Kreativität oder Naturerlebnisse. <BR /><BR />„Durch die ständige Erreichbarkeit fällt es vielen schwer, abzuschalten und sich zu erholen. Das schlägt sich auf den Körper, den Geist und die Seele nieder“, betont Martin Fronthaler, Direktor des Therapiezentrums Bad Bachgart. Vor allem der Körper reagiere negativ auf übermäßigen Internetkonsum.<BR /><BR />Die Aktion wurde 2005 zum ersten Mal veranstaltet. Ins Leben gerufen hat sie das Forum Prävention, die Caritas, der Katholische Familienverband, die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) und netz – offene Jugendarbeit. Im Laufe der Zeit haben sich über 40 öffentliche und private Einrichtungen, Institutionen und Vereine angeschlossen.<h3> 3 Fragen anProjektleiterin Lydia Grossgasteiger</h3>Warum wurde dieses Motto gewählt?<BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Lydia Grossgasteiger: Heuer rufen wir erstmals seit der Pandemie wieder bewusst zum Verzicht auf. In den vergangenen Jahren hatten wir den Eindruck, dass es den Menschen kaum zuzumuten gewesen wäre, noch auf etwas zusätzlich zu verzichten. Internetkonsum haben wir als Schwerpunkt gewählt, weil das Thema derzeit auch politisch stark polarisiert.<BR /><BR />Hat sich der Internetkonsum in den vergangenen Jahren verändert?<BR /> Grossgasteiger: Auf jeden Fall. Wir beobachten einen deutlichen Wandel, und das Problem wird zunehmend sichtbarer. Vor allem bei jungen Menschen, die mit Smartphones aufwachsen, ist es wichtig, den Konsum frühzeitig zu begrenzen.<BR /><BR /> Ist das Problem bei jungen Menschen größer?<BR />Grossgasteiger: Nein, es betrifft uns alle. Mit unseren Veranstaltungen möchten wir deshalb den Fokus darauf legen, positive Erfahrungen abseits der digitalen Welt zu machen. <BR /><Kursiv><BR /></Kursiv>