Der Aktionstag wurde 2024 eingeführt und findet nun jährlich am 20. Januar statt. Die gesetzliche Initiative steht im Zusammenhang mit der Prävention und der Bekämpfung von Mobbing und Cybermobbing und soll die Auseinandersetzung mit Respekt, Verantwortung und einem gewaltfreien Umgang miteinander stärken. <BR /><BR />„Respekt zeigt sich nicht in großen Worten, sondern im Alltag: im Tonfall, in Blicken, in Reaktionen auf Fehler, in der Art, wie wir Konflikte lösen. Kinder orientieren sich an den Umgangsweisen und Reaktionen ihrer Bezugspersonen, da sie noch keine gefestigten sozialen Verhaltensmuster besitzen. Junge Menschen schauen sich daher vieles von Erwachsenen ab und lernen primär durch Beobachtung und Nachahmung“, hebt Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller hervor. <BR /><BR />Werte wie Höflichkeit und Respekt wirkten dabei nur dann authentisch, wenn sie vorgelebt werden. Ein Widerspruch zwischen Worten („Man muss höflich sein!“) und Taten (unfreundliches Verhalten gegenüber Mitmenschen) führe zu Irritation – und letztlich zum Verlust an Glaubwürdigkeit. <BR /><BR />Auf der anderen Seite könnten Kinder am Verhalten der Erwachsenen lernen, wie man Konflikte gewaltfrei und wertschätzend löst. „Genau das ist eine Grundlage für ein gutes Zusammenleben in der Gesellschaft“, betont Höller. Respektvolles Verhalten schaffe eine Atmosphäre von Sicherheit und Vertrauen, die es Kindern ermögliche, Empathie zu entwickeln und sich in ihrer Persönlichkeit stabil zu entfalten. Wenn Erwachsene Kindern mit Respekt begegneten, vermittelten sie ihnen außerdem ein Gefühl von Selbstwert. <BR /><BR />„Nur wer sich selbst respektiert fühlt, kann diesen Respekt auch anderen entgegenbringen“, unterstreicht Höller. Daher erinnert sie Eltern, Bezugspersonen und alle Erwachsenen an die Wichtigkeit respektvoll miteinander umzugehen, Grenzen anderer zu achten, Konflikte fair zu lösen und nicht wegzusehen, wenn Kinder und Jugendliche herabgewürdigt oder ausgeschlossen werden: „Respekt beginnt im Kleinen. Für junge Menschen kann genau das den Unterschied machen.“