„Abwanderung bzw. demografischer Wandel sind Themen, die auch Südtirol zunehmend betreffen. Darauf wollen wir reagieren und haben ein Projekt gegen Abwanderung mit Jugendlichen aus betroffenen Gemeinden ins Leben gerufen“, erklärte Igor Guizzardi, Vorsitzender des SJR, am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Geplant ist ein länderübergreifendes Projekt. „Da auch Bayern von diesem Problem betroffen ist, und um von ihrer Realität zu lernen, werden auch bayerische Jugendliche teilnehmen“, Guizzardi. Zum SJR, der SBJ und dem Gemeindenverband gesellen sich deshalb der Bayerische Jugendring und die Bayerischer Jungbauernschaft. Gemeinsam organisieren sie das Projekt „Aktiv werden gegen Abwanderung im ländlichen Raum“.Projekt in zwei BlöckenDas Projekt besteht aus zwei Blöcken. Laut Tobias Karbon, SJR-Vorstands- und SBJ-Landesleitungsmitglied, werden vor allem die jungen Teilnehmer selbst zu Wort kommen. „Schließlich sind sie die Experten ihres Lebensumfelds.“Mithilfe von kreativen Methoden und unterstützt durch SJR-Moderatoren sollen sie Maßnahmen gegen Abwanderung aus den betroffenen Gemeinden erarbeiten. Hierüber werden sie anschließend mit Politikeren und Entscheidungsträgeren aus Südtirol und Bayern diskutieren und reflektieren. Am Ende sollen dann die wichtigsten Ergebnisse in einem Strategiepapier zusammengefasst und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.„Die Jugendlichen selbst werden bei diesem Projekt gemeinsame Problemfelder, die in Südtirol und in Bayern vorherrschen, herausarbeiten und auch entsprechende Gegenmaßnahmen formulieren“, ist Veronika Willeit, Landesleiterin-Stellvertreterin der Südtiroler Bauernjugend überzeugt.Arno Kompatscher, Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, ist erfreut über derartige Initiativen: „Es braucht die Beteiligung junger Menschen in Gemeinden von Anfang an, denn das führt dazu, dass sie als aktive Einwohnerinnen und Einwohner gewonnen werden und sich verstärkt mit der Gemeinde identifizieren.“