Laut dem Konsortium des Mincio-Flusses wurde am Sonntag ein Wert von 144,6 Zentimetern gemessen. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, wurde auf Anfrage der „Comunità del Garda“, der Wasserabfluss durch die zuständige Behörde Aipo auf 85 Kubikmeter pro Sekunde erhöht. Das reicht jedoch womöglich nicht aus: Der Zufluss durch den Fluss Sarca liegt derzeit bei 101 Kubikmetern pro Sekunde – der See füllt sich somit weiterhin. Dies berichtet am Montag das Newsportal „Trentino“.<BR /><BR />Die „Comunità del Garda“ ist eine interregionale Gebietskörperschaft mit öffentlichem Auftrag und territorialer Zuständigkeit – einzigartig in Italien –, da sie rechtlich als Vereinigung gegründet wurde, die die Gemeinden des Gardasees vereint, um Ziele im Zusammenhang mit der Entwicklung des Gebiets zu verfolgen.<BR /><BR />Ihr Sitz befindet sich in Salò, in der Provinz Brescia, in der Via Francesco Calsone 5. Zum Gebiet der Comunità del Garda gehören die Gemeinden rund um den Gardasee, die zu den Provinzen Brescia, Mantua, Verona sowie zur autonomen Provinz Trient gehören.<BR /><h3> Sorgen um Wetter und Infrastruktur</h3>„Wie erwartet, haben wir rund 145 Zentimeter erreicht“, erklärte Pierlucio Ceresa, Generalsekretär der „Comunitá del Garda“. „Ich hatte Aipo bereits mitgeteilt, dass diese Abflussmenge angesichts der aktuellen Wetterlage nicht ausreicht – auch wenn wir das Engagement anerkennen.“<BR /><BR />Ein weiteres Problem stellen laufende Bauarbeiten an der Mincio-Schleuse in Salionze sowie entlang des Flusslaufs dar. Sie behindern den Wasserabfluss zusätzlich.<BR /><BR />Ceresa zeigt sich laut „Trentino“ besorgt: „Wir hoffen, dass der aktuelle Abfluss zumindest ausreicht, um den Pegel stabil zu halten. Doch mit Beginn der Bewässerungssaison ab 1. April wird ein deutlich höherer Abfluss nötig sein. Kritisch wäre es auch, wenn in den kommenden Tagen starker Wind aufkommt, der Wellen auf dem See verursachen könnte.“<h3> Landwirtschaft könnte profitieren</h3>Trotz der angespannten Lage gibt es auch positive Aspekte: Die angesammelten Wasserreserven könnten sich als wertvoll für die Landwirtschaft erweisen – insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Trockenperiode im Sommer.<BR /><BR />Für die nächsten Tage ist kein signifikanter Niederschlag vorhergesagt, was den Pegelanstieg verlangsamen könnte. Die Lage wird jedoch weiterhin engmaschig überwacht, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.