Sonntag, 15. Mai 2022

Alberta Matzneller Franzelin: Die Wirtin

Seit 52 Jahren steht Alberta Matzneller Franzelin in der Küche des Gasthofes „Zur Krone“ in Aldein. Mit ihren viel gelobten Knödeln und ihren meisterhaften Braten hat die Wirtin wesentlich zum Erfolg des Hauses beigetragen.

Seit 1969 ist Alberta Matzneller Franzelin die „Krone“-Wirtin in Aldein. Seit 1969 ist Alberta Matzneller Franzelin die „Krone“-Wirtin in Aldein. - Foto: © DLife

Bei Sohn Georg stand sie bis kurz vor der Geburt am Herd und kehrte knapp eine Woche später wieder an ihren Platz zurück. Bei Kathi, der Jüngsten, ging alles noch schneller. „Sie wurde an einem Samstag geboren, und wir hatten eine Hochzeit“, erzählt Alberta Matzneller Franzelin. Um 15 Uhr band die Wirtin in Aldein die Schürze ab, und um 17 Uhr erblickte das Mädchen in der Bozner Marienklinik das Licht der Welt. Was die meisten Frauen heute als heroisch bezeichnen würden, war früher nicht ganz unüblich. Außergewöhnlich ist jedoch, mit welcher Leichtigkeit und Bescheidenheit die heute 80-Jährige aus ihrem rastlosen Leben erzählt.

Ihre positive Einstellung wurde Alberta Matzneller bereits in die Wiege gelegt. 1942 auf dem Rasterhof geboren, war sie das neunte und jüngste Kind von Aldeins Altbürgermeister Albert Matzneller. Trotz der schwierigen Nachkriegszeit war ihre Kindheit wohlbehütet. „Wir lebten einfach, wir hatten aber immer das Gefühl, alles sei gut.“ Mutter Maria war ein sehr geselliger Mensch und eine hervorragende Köchin. Von ihr hat Alberta das Kochen gelernt, später auch Max Ladurner im Bozner Hotel „Laurin“.

„Und zwar gemeinsam mit Heinz Winkler, der damals der Jüngste unserer Brigade war.“ Ladurners Küche war traditionell, klassisch, seine Devise lautete: „Ein Schnitzel macht jeder, doch erst beim Braten sieht man, was ein Koch wirklich kann.“ Den Lehrsatz hat sich Alberta damals besonders zu Herzen genommen. Und nach diesem Grundsatz wird in der „Krone“ noch immer gekocht.

In der Ausgabe vom 14. Mai veröffentlicht die Zeitschrift „Die Südtiroler Frau“ ein Porträt der rastlosen Wirtin und Köchin.

Weitere Themen im Heft: ein Interview mit Prof. Dr. Bernd Gänsbacher zu den weiterhin sinnvollen Corona-Maßnahmen; ein Beitrag samt Auszug aus dem jüngsten Buch von Sabine Peer „Dienstmädel in Bella Italia“; Hintergrundinformationen zu den drei Bitttagen vor dem Fest Christi Himmelfahrt; ein Artikel von Hildegard Kreiter über Gänseblümchen, ein Kraut für alle Fälle.

stol

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