Das Paar in den Dreißigern befand sich laut dem Portal „L'Adige“ auf einem Forstweg oberhalb von Ortisé, einem Weiler von Mezzana im Val di Sole, als plötzlich ein Bär aus dem Dickicht auftauchte und den beiden folgte.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="988480_image" /></div> <BR /><BR />Trotz des Schocks konnten die beiden einen kühlen Kopf bewahren und einige Freunde anrufen, die sich unverzüglich mit ihren Motorrädern auf den Weg zu ihnen machten. Der erzeugte Lärm erwies sich offenbar als entscheidend, um das Tier zu vertreiben und die unmittelbare Gefahr zu bannen. Der Bär war dem Paar etwa 700 bis 800 Meter gefolgt.<h3> Provinz will Abschuss beantragen</h3>Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, handelt es sich bei dem Exemplar um M90. Dies wurde in einer Mitteilung der Provinz Trient bestätigt, in der darauf hingewiesen wird, dass Untersuchungen im Gange sind, um dann den Antrag auf Abschluss zu stellen. Der Bär war im vergangenen Jahr bereits Gegenstand zahlreicher Vergrämungsversuche. Nachdem ISPRA informiert wurde, arbeitet die Provinz daran, den Sachverhalt zu rekonstruieren. <BR /><BR />Mezzana liegt nur 25 Autominuten von Caldes entfernt – jenem Ort, an dem Andrea Papi von einem Bären angegriffen und getötet wurde. Wie berichtet ist die Bärenpopulation dort sehr hoch, das Wiederansiedlungsprogramm außer Kontrolle geraten. Seit 2014 gab es 8 Bärenangriffe auf Menschen im Trentino.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="988549_image" /></div> <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Andrea%20Papi" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr zum Thema.</a><BR /><h3> Bären nicht in Winterschlaf, sondern in Winterruhe</h3>Während Wölfe, Füchse, Luchse und andere Beutegreifer das ganze Jahr über aktiv sind, verbringen Bären laut dem Amt für Jagd und Fischerei den Großteil der Wintermonate schlafend in einer Höhle. In den Alpen werden dabei meist natürliche Höhlen oder Felsvorsprünge genutzt, es ist aber durchaus auch möglich, dass sich Bären selber einen Unterschlupf in den Untergrund oder unter die Wurzeln von großen Bäumen graben. Die Winterruhe oder der Winterschlaf ist der Mechanismus, der vielen Tieren erlaubt, in einer nahrungsarmen, kalten Zeit keine überflüssige Energie zu verschleudern. <BR /><BR />Die Winterruhe beginnt normalerweise gegen Mitte November und endet im März. Im Unterschied zu den Murmeltieren, welche einen echten Winterschlaf halten, fallen Bären in eine sogenannte Winterruhe. Dabei kann der Bär mitunter auch während dieser Zeitspanne seine Höhle verlassen, um sich in deren unmittelbaren Nähe aufzuhalten. So geschehen jetzt in Mezzana.<h3> Bärenspuren auch in Malé</h3>Laut Experten tragen die besonders milden Temperaturen, die derzeit herrschen, dazu bei, dass Bären die Winterruhe eher unterbrechen und auch Nahrung zu sich nehmen. Tatsächlich wurden vor wenigen Tagen auch im Hauptort des Val di Sole, Malé, Bärenspuren gefunden.<BR /><BR />Der Trentiner Imkerverband forderte die Mitglieder deshalb auf, die Elektrozäune zum Schutz der Bienenstöcke aktiv zu halten. „Ein entsprechender Aufruf wurde sofort und präventiv gestartet“, erklärt der Präsident Marco Facchinelli.<BR /><BR />Wie beängstigend eine Begegnung mit einem Bären ist, weiß man nicht nur seit dem tragischen Tod von Andrea Papi (26) durch einen Bärenangriff. STOL hat vor knapp 3 Jahren ein Video veröffentlicht, in dem ein damals 57-jähriger Südtiroler aus Prissian in Spormaggiore im Trentino auf einen Bären traf und dieser ihn daraufhin verfolgte. Der Prissianer hat diese Szene auf dem Handy festgehalten. <a href="https://www.stol.it/video/media/vor-knapp-3-jahren-baer-verfolgt-suedtiroler-dieser-versucht-zu-beruhigen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier zeigen wir das Video noch einmal.</a><BR /><BR />