Montag, 24. September 2018

Alexandra Riffeser in Meran erstochen: Ehemann unter Verdacht

Am Montag hat eine Beziehungskrise in Gratsch oberhalb von Meran ein tragisches Ende genommen: Die 34-jährige Alexandra Riffeser wurde in ihrer Wohnung erstochen. Unter dringendem Mordverdacht steht der 38-jährige Ehemann aus Vorarlberg.

Mit diesem Leichenwagen wurde die Leiche von Alexandra Riffeser weggebracht.
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Mit diesem Leichenwagen wurde die Leiche von Alexandra Riffeser weggebracht.

Schon seit Längerem soll es in der Beziehung der beiden gekriselt haben: Das Paar, das zwei kleine Töchter hat, soll schon seit Jahren eine Beziehung auf Distanz geführt haben. Das Paar stand wohl vor der Trennung – bis die Beziehung ein noch weit schlimmeres Ende fand.

Am Montagnachmittag wurde die 34-jährige Alexandra Riffeser tot in ihrer Wohnung am Huber-Hof in Gratsch aufgefunden: Sie soll mit mehreren Messerstichen ermordet worden sein. Unter dringendem Mordverdacht steht Johannes Beutel, der 38-jährige Ehemann aus Vorarlberg.

Schwester durch Schreie aufmerksam gemacht

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, soll es die Schwester des Opfers gewesen sein, die auf die furchtbare Tat aufmerksam wurde und den Notruf abgesetzt hat: Sie soll die Schreie ihrer Schwester gehört haben. Zunächst war berichtet worden, der Täter selbst habe die Einsatzkräfte verständigt.

Johannes Beutel wurde in Handschellen und einem blutverschmierten T-Shirt von den Beamten der Staatspolizei abgeführt. Noch am Nachmittag wurden die Eltern des Opfers angehört, am frühen Abend wurde der Leichnam der Frau aus der Wohnung gebracht.

Die Kinder des Paares befanden sich zum Zeitpunkt der Tat mit ihrer Großmutter in einem anderen Teil des Hofes.

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Alexandra Riffeser, die beiden Töchter und Johann Beutel in Paris. - Foto: Facebook

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Alexandra Riffeser, die beiden Töchter und Johannes Beutel in Paris. - Foto: Facebook

4. Frauenmord seit April

Der mutmaßliche Mord an der 34-jährigen Meranerin am Montag reiht sich ein in eine traurige Bilanz: Es ist dies bereits der 4. Frauenmord in Südtirol seit April dieses Jahres. So wie es auch diesmal zu sein scheint, stammte der Täter stets aus Familienkreisen.

Ende April war Monika Gruber (57) erstochen in ihrer Wohnung in Brixen aufgefunden worden, ins Fadenkreuz der Ermittler geriet der Ehemann.

Nur wenige Monate später war in einer verbrannten Wohnung in Bruneck der Leichnam der 46-jährigen Nicoleta Caciula entdeckt worden. Ermittlungen ergaben, dass die Frau bereits vor dem Feuer ermordet worden war. Der Neffe der aus Rumänien stammenden Frau, Lorys Daniel Caciula, gestand später, seine Tante erwürgt zu haben.

Im August schließlich wurde die 60-jährige Rita Pissarotti aus Parma tot in ihrem Hotelzimmer in St. Christina in Gröden vorgefunden. Auch sie war erstochen worden. Ihr Ehemann wurde als Täter festgenommen.

stol

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