„Es ist extrem ärgerlich. Am vergangenen Wochenende wurde erneut in den Kindergarten in der Fraktion Forst eingebrochen. Es ist dies bereits das zweite Mal nach einem Einbruch vor Weihnachten. Damals sind sie durchs ganze Haus. Diesmal sind sie nur in den Kindergarten eingebrochen“, sagt Bürgermeisterin Alexandra Ganner. Ob der ungebetene Besuch am Samstag oder Sonntag gekommen ist, wisse man nicht. <BR /><BR />Der Kindergarten ist im Hochparterre. „Diesmal haben sie genau bei der Gartentür die Scheibe eingeschlagen – komplett einsehbar von der Straße. Dreister geht es eigentlich nicht“, sagt Bürgermeisterin Ganner. Die Einbrecher haben „Zuggerlen“, Gummibärchen gegessen und Schokolade getrunken. Beim ersten Einbruch wurde sie die Gartenjacke der Kindergärtnerin gestohlen, sagt Ganner.<BR /><BR />Jedes Mal habe die Gemeinde einen Schaden von ein paar Tausend Euro. „Wir haben Anzeige erstattet, auch aus Versicherungsgründen, wobei der Selbstbehalt hoch ist. Jetzt werden wir vermehrt die Augen offen halten und eine Alarmanlage und einen Bewegungsmelder einbauen. Die Spesen für eine Videoüberwachung ist kaum tragbar und auch nicht zielführend, denn da braucht jemand sich nur eine Kapuze oder eine Sturmhaube über den Kopf zu ziehen“, sagt Ganner.<BR /><BR />Aber der finanzielle Schaden sei nur eine Seite der Medaille. „Die Kindergartenkinder waren nach dem ersten Einbruch sehr besorgt und ängstlich“, erzählt die Bürgermeisterin. <BR /><BR />Manche Kinder hätten auch schlecht geträumt. „Solche Dinge gehen nach“, sagt Alexandra Ganner. Ein kleines Mädchen meinte in der Früh besorgt, nachdem es vom Einbruch gehört hatte: „Mami, hoffentlich hobn sie net meine Poppa gstohln.“ Beim zweiten Mal reagierten die Kinder – auf eine äußerst rührende Art. „Sie haben kleine Plakate gezeichnet und ihre Botschaft direkt an die Einbrecher gerichtet“, sagt Ganner. Auf einem ist – immer in Druckschrift – zu lesen: „Ihr könnt gerne am Nachmittag zum Spielen kommen oder zum Epfl essen, Einbrecher Forst“ und drei Herzchen dazu. Auf dem anderen Plakat ebenso höflich: „Bitte nicht einbre Forst“.<BR /><BR />„Ja, wirklich rührend die Reaktion der Kindergartenkinder. Sie wären auch bereit, die Gummibärchen zu teilen. Die Einbrecher könnten auch zu ihnen in den Kindergarten kommen, aber eben bitte nicht mehr einbrechen“, schildert Ganner das Gemüt der Kinder. Wer die Einbrecher seien, wisse man nicht. „In einem Kindergarten gibt es ja nicht groß etwas zu holen“, sagt Ganner.