30 Prozent der Südtiroler Buben trinken zumindest einmal die Woche Alkohol. Dies geht aus der neuen Daten der internationalen HSBC-Studie hervor. Die HBSC-Studie (Health-Behaviour in School-aged Children) ist eine der größten Kinder- und Jugendgesundheitsstudien. 44 Staaten nehmen weltweit daran teil, Italien seit 2001, Südtirol ist seit 2004 dabei.Interessant dabei ist: Südtirols Mädchen stehen den Jungs in Sachen Alkoholkonsum um Nichts nach. Auch bei den 15-jährigen Mädchen beträgt die Prozentzahl der wöchentlich Trinkenden rund 30 Prozent. Damit liegen Südtirols Mädchen im Vergleich mit anderen italienischen Regionen auf Rang 1. „Ergebnisse sind positiv zu bewerten“„Die gleich hohe Konsumrate bei Mädchen und Buben zeigt, dass Mädchen in Südtirol an den Konsumrealitäten gleich teilhaben wie ihre männlichen Gleichaltrigen“, fasst Peter Koler vom Forum Prävention zusammen. Und er betont: „Die Ergebnisse sind positiv zu bewerten: Vergleicht man die Daten mit denen aus dem Jahr 2011, verringert sich der Anteil der wöchentlichen Alkoholkonsumenten in Südtirol bei beiden Geschlechtern um zehn Prozent.“Besoffen: Südtiroler Jugend italienweit auf Rang 2 Weiter alarmierende Daten: Italienweit erhöhte sich 2014 der Anteil der 15-Jährigen, die angeben sich mindestens zwei Mal in ihrem Leben betrunken zu haben: bei den Buben von 16,7 Prozent auf 20,8 Prozent und bei den Mädchen von 10,8 Prozent auf 16 Prozent. Und: Die Südtiroler Burschen und Mädchen liegen bei den Rauscherfahrungen nach Aosta auf dem 2. Rang. „Die hohen Rauscherfahrungen bei den 15-Jährigen zu senken, ist eine der verbleibenden Herausforderungen“, meint Koler. Diese könnten nur mit einem Zusammenspiel aus guten Alternativen zum Raucherlebnis und verstärkter Verantwortungsübernahme der Alkoholanbieter angegangen werden.stol