Mit ihrem Beschlussantrag im Landtag wärmen die Grünen einen Punkt auf, den sie sich bei der Genehmigung des Ortspolizeigesetzes selbst vermasselt haben. „Damals hätte ich ihn angenommen, jetzt nicht mehr“, so Mair. Damals zog es die Opposition nämlich vor, aus Protest gegen Mairs Verhalten beim Gesetz zur direkten Demokratie den Saal zu verlassen.<BR /><BR /> Abgesehen vom politischen Hickhack zeigen die Grünen aber ein tatsächliches Problem auf: Die Ortspolizei ist nicht an die Landesnotrufzentrale angebunden. „Bürger müssen die Nummer der Ortspolizei in ihrer Gemeinde kennen oder erst ausfindig machen – und das in einer Notsituation“, so die Grünen.<h3> Aktuell fehlt Personal</h3>Dem stimmt Mair zu. Die Anbindung an die 112 sei deshalb auch anvisiertes Ziel. Derzeit fehle es der Ortspolizei landesweit noch an genügend Personal, um Dienste für eine Notrufnummer jederzeit zu garantieren. „Dieses Personal muss erst aufgebaut werden“, sagt Mair. <BR /><BR />Zu klären ist zudem die Frage der Zuständigkeit in den Alarmplänen. Welche Anrufe werden wann an Sicherheitskräfte wie Polizei, Carabinieri oder eben die Ortspolizei weitergeleitet?<BR /><BR />Die einheitliche Notrufnummer wurde in Südtirol 2017 eingeführt. Im Jahr 2025 nahm sie 263.000 Anrufe entgegen. 60 Prozent wurden an die jeweiligen Einsatzzentralen weitergeleitet, 40 Prozent konnten durch die Leitstelle gelöst werden.