„Wir sehen das Problem nicht so sehr bei den großen Kraftwerken als vielmehr bei den kleinen Ableitungen“, sagt der Chef der Landesumweltagentur, Flavio Ruffini, in der "Dolomiten"-Dienstagausgabe.Zumindest bei den Bewässerungs- und Trinkwasserleitungen wolle das Land bald regelmäßige Kontrollen vorschreiben, erklärt Thomas Senoner vom Amt für Gewässernutzung. 1200 Kilometer Rohrleitungen durch SüdtirolEin gigantisches Rohrsystem von – geschätzten – 1200 Kilometern Länge leitet enorme Wassermassen zu den Kraftwerken in Südtirol.Der Rohrbruch in Bruneck wirft die Frage auf, ob die zum Teil Jahrzehnte alten Leitungen noch dem Druck standhalten.Fallbeispiel Meransen-Mühlbach4 Millimeter Stahl mussten einem Wasserdruck von 620.000 Kilogramm pro Quadratmeter standhalten: Dieses völlig abgenützte Rohr der Fallleitung von Meransen nach Mühlbach tauschte die Eisackwerk GmbH bei der Übernahme des Kraftwerkes am Eingang ins Pustertal aus.Nach den gesetzlichen Vorgaben hätte das Druckrohr eine Mindeststärke von 8 Millimetern haben müssen. „Ein Wunder, dass hier nichts passiert ist“, meint Helmuth Frasnelli von der Eisackwerk.D/ler_________________________________________________________Mehr über mögliche andere ähnliche Zeitbomben in Südtirol lesen Sie im Tagblatt "Dolomiten" am Dienstag.