Freitag, 01. November 2019

Allerheiligen: Gedenken an unbekannte Heilige

Am 1. November eines jeden Jahres feiert die Kirche Allerheiligen – ein hoher Festtag, an welchem der Toten gedacht wird.

Allerheiligen ist vom Glauben geprägt, dass viele Menschen nach ihrem Tod ihr Lebensziel bei Gott erreicht haben und daher auch Heilige genannt werden können.
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Allerheiligen ist vom Glauben geprägt, dass viele Menschen nach ihrem Tod ihr Lebensziel bei Gott erreicht haben und daher auch Heilige genannt werden können. - Foto: © APA / HERBERT PFARRHOFER
Allerheiligen ist von seiner Aussage auf Ostern bezogen. Das Fest ist vom Glauben geprägt, dass viele Menschen nach ihrem Tod ihr Lebensziel bei Gott erreicht haben und daher auch Heilige genannt werden können. Die Kirche gedenkt daher an diesem Tag der vielen unbekannten Heiligen, die in keinem Kalender stehen.

Die Wurzeln des Festes finden sich im Orient, wo man schon im 4. Jahrhundert ein Gedächtnis aller Märtyrer beging. Das Datum war in den verschiedenen Teilkirchen unterschiedlich. So sind der Freitag nach Ostern, der 13. Mai und der Sonntag nach Pfingsten als Gedächtnistage überliefert.

Segnung der Gräber

Die Ausbreitung des Festes hängt möglicherweise mit der Weihe des Pantheons in Rom zu einer Kirche zu Ehren der Mutter Gottes und aller heiligen Märtyrer durch Papst Bonifatius IV. im Jahr 610 zusammen. Der 1. November wurde im 9. Jahrhundert durch Ludwig den Frommen in Frankreich eingeführt und wird seither in der ganzen Kirche gefeiert.

Der überwiegende Teil der Bevölkerung nützt den Feiertag zum Friedhofsbesuch. An diesem Tag findet traditionsgemäß durch die katholische Kirche auch die Segnung der Gräber statt.

Über den Sinn und den Hintergrund von Allerheiligen und vom darauffolgenden Tag Allerseelen spricht der Pfarrer von Tisens Tumaini Ngonyani in einem Gespräch mit STOL.

Caritas: Für seine Trauer muss man sich nicht schämen

Die Caritas macht darauf aufmerksam, dass in den Tagen rund um Allerheiligen und Allerseelen der Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen oft stärker hervorbricht als im normalen Alltag. Die Caritas rät in solchen Situationen Entlastung zu suchen.

„Für seine Trauer muss sich niemand schämen, auch wenn der Verlust vielleicht schon Jahre zurückliegt. Aber es ist wichtig und kann entlastend sein, diese Gefühle auszudrücken oder auch mit anderen zu teilen„, sagt Caritas-Direktor Paolo Valente und lädt Betroffene ein, bei der Caritas Trost und Beistand zu suchen.

Die Caritas Telefonseelsorge ist telefonisch rund um die Uhr unter der Nummer 0471 052 052 erreichbar. Über das Internetportal telefonseelsorge-online.bz.it sind die Berater der Telefonseelsorge auch online erreichbar. Es genügt die Registrierung per Benutzernamen und Passwort. Die Erstantwort durch den Berater erfolgt dann innerhalb von 48 Stunden, heißt es in einer Aussendung.

apa/ansa

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