Samstag, 31. Oktober 2020

Allerheiligen: „Totengedenken darf gerade heuer nicht ausfallen“

Zu Allerseelen und am Nachmittag von Allerheiligen gedenkt die Kirche aller Verstorbenen. Aufgrund der Corona-Krise gewinnt das Totengedenken heuer zusätzlich an Bedeutung. „Das Totengedenken darf heuer nicht ausfallen – gerade heuer nicht“, sagt Bischof Ivo Muser gegenüber STOL.

Bischof Ivo Muser - Foto: © Thomas Ohnewein
„Es muss nicht so sein wie immer, aber wenn die geltenden Regeln mit Respekt, Verantwortung, Hausverstand, ohne Angst und Panik angewandt werden, dann können wir auch heuer würdig unserer Toten gedenken“, ist Bischof Muser überzeugt.




„Allerheiligen und Allerseelen haben heuer gerade wegen der Corona-Pandemie eine besondere Bedeutung. Viele Menschen konnten während des Lockdowns von ihren Familienangehörigen, aber auch von anderen Menschen, die ihnen nahestanden, nicht Abschied nehmen. Deshalb darf das Totengedenken heuer nicht ausfallen – gerade heuer nicht“, bringt Bischof Ivo Muser seine Überzeugung zum Ausdruck.




Die Diözese erinnert im Hinblick auf das Totengedenken an Allerheiligen und Allerseelen daran, dass alle Anti-Corona-Maßnahmen für die kirchlichen Feiern, die bisher gültig waren, unverändert in Kraft bleiben.




„In diesem Jahr braucht es sicher mehr Überlegung und Vorbereitung“, sagt Bischof Ivo Muser. „Wir sollten aber alles tun“, erklärt der Bischof weiter, „was möglich ist – unter den gegenwärtigen Bedingungen und im Einhalten der Vorsichtsmaßnahmen, die es jetzt braucht. Ich bitte deshalb alle, nach Lösungen und Möglichkeiten zu suchen, die den Bedingungen vor Ort Rechnung tragen. Wenn die geltenden Regeln mit Respekt, Verantwortung, Hausverstand, ohne Angst und Panik angewandt werden, dann können wir auch heuer würdig unserer Toten gedenken. Es muss nicht so sein “wie immer„, aber die Feiern sollten stattfinden – gerade auch als Ausdruck unseres Osterglaubens in einer eigenartigen, schwierigen und angstbesetzten Zeit.“





stol