Mit der Vorstellung der Abschlussarbeiten und der Übergabe der Diplome am Freitag an der Eurac in Bozen ist der Master abgeschlossen.Angeboten wurde er von der „Università dell’Insubria“ in der Lombardei und dem Eurac-Institut für Alpine Notfallmedizin. „Als Arzt im Berggebiet zu arbeiten, ist eine besondere Herausforderung. Die Arbeit fordert neben den medizinischen auch entsprechende körperliche, psychologische und technische Kompetenzen ab. Hier setzt dieser neue Master an und bietet eine spezielle medizinische Ausbildung an, die es den Absolventen ermöglicht auf nationaler und internationaler Ebene zu arbeiten“, erklärt Giacomo Strapazzon,Der stellvertretende Leiter des EURAC-Instituts für Alpine Notfallmedizin war selbst Dozent im Masterstudiengang. Der internationale Master in Alpinmedizin wurde in dieser Form zum ersten Mal angeboten. Die Unterrichtseinheiten fanden zum größten Teil in Varese an der Università dell’Insubria statt. In den Einheiten an der EURAC in Bozen vertieften die 14 Master-Anwärter alpine Rettungstechnik, aber auch die Behandlung von unterkühlten Patienten oder Lawinenverschütteten. Der postuniversitäre Kurs, der auch praktische Einheiten und ein einwöchiges Praktikum vorsah, umfasste insgesamt 1500 Stunden. Konzipiert und geleitet wurde der Master vom Chirurgen Luigi Festi, gemeinsam mit Hermann Brugger, dem Leiter des EURAC-Instituts für Alpine Notfallmedizin, und seinem Stellvertreter Strapazzon. Die Lehreinheiten in Bozen fanden in Zusammenarbeit mit der Landesnotrufzentrale 118, dem Weißen Kreuz, der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung und dem Bergrettungsdienst im Alpenverein statt.