<h3> Herkunft des Begriffs </h3>„An Alpine Divorce“ heißt die Kurzgeschichte eines schottischen Autors aus dem 19. Jahrhundert. Darin geht es um die Pläne eines Mannes, mit seiner Frau eine Wanderung zu unternehmen, um sie vom Berg zu stoßen und sie so loszuwerden. <BR /><BR />Der in den sozialen Netzwerken in den vergangenen Wochen vermehrt auftretender Begriff „Alpine Divorce“ hat allerdings nichts mit einem geplanten Mord zu tun – soll aber die Aufmerksamkeit auf ein gefährliches Phänomen richten. <h3> Nachricht über Urteil löst Welle an Reaktionen aus </h3>Die Nachricht über die Verurteilung des Österreichers in erster Instanz wegen grob fahrlässiger Tötung seiner Freundin, als die beiden im Jänner 2025 eine Wanderung am Großglockner unternommen hatten ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/prozess-um-grossglockner-drama-angeklagter-schuldig-gesprochen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>), verbreitete sich in den sozialen Netzwerken mit Erfahrungsberichten von Frauen, die angeben, selbst bei Wanderungen zurückgelassen worden zu sein.<BR /><BR />Berichte dieser Art lösten die Debatte unter dem Stichwort „Alpine Divorce“ aus, die problematische Aspekte des Miteinanders und des Verantwortungsbewusstseins vor allem in potenziell gefährlichen Situationen beleuchtet. <BR /><BR />Zugleich verdeutlicht der Fall am Großglockner, dass das Hochgebirge kein rechtsfreier Raum ist und eine genaue Tourenplanung unter Berücksichtigung der Kompetenzen und Verfassung aller Teilnehmer wichtig sind.