Montag, 27. April 2015

Alpinist filmt Lawine am Mount Everest

Es war wie in einem Hollywood-Film – unglaublich beängstigend. So schildert der Bergsteiger Nick Cienski den Moment, als die Lawine das Basislager am Mount Everest erreicht.

Copyright: Screenshot/YouTube
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Die Bilder lassen einem den Atem stocken. „Der Boden wackelt“, hört man eine Männerstimme in dem Video rufen, das viele Millionen Nutzer weltweit sahen. Im Basislager der Bergsteiger am Mount Everest hängen bunte Fähnchen zwischen gelben Zelten.

Plötzlich wie aus dem Nichts wird es dunkel, eine bedrohliche Schneewolke füllt den Horizont und wälzt sich über das Camp. Mit aller Wucht trifft die Lawine – ausgelöst durch das verheerende Erdbeben in Nepal mit Tausenden Toten – das Lager. Die Männer rennen, ducken sich, verwackelte Bilder zeigen, wie sie Schutz suchen. Das Video geht um die Welt, ein Stück Zeitgeschichte in den Sozialen Medien.

„Gehofft und gebetet“

Der Kanadier Nick Cienski erlebte die Lawine im Basislager am höchsten Berg der Welt. „Wir sahen diese enorme Wolke aus Schnee, es war wie in einem Hollywood-Film, es war wirklich unglaublich, ich habe so was noch nie zuvor gesehen“, erzählt er zwei Tage später der Deutschen Presse-Agentur. Er sei mit seiner Frau im Zelt gewesen, als plötzlich die Erde gebebt habe. „Wir haben im Zelt gesessen, gehofft und gebetet. Es war unglaublich beängstigend.“

Mindestens 18 Menschen sollen nach ersten Erkenntnissen durch die Lawine am Berg ums Leben gekommen sein, darunter zwei Amerikaner, ein Chinese, ein Australier und mehrere Nepalesen. 65 Bergsteiger wurden nach Angaben des Tourismusministeriums verletzt, rund 100 sollen noch am höchsten Berg der Welt festsitzen.

dpa

stol