Auch Bozen ist bäuerlichen Ursprungs: Das beweisen die großen Stadelbauten, die in gewissen Zonen der Stadt noch erhalten sind. Was tun mit diesen immensen Kubaturen, die noch dazu meist in schlechtem Zustand sind? Für die alte Hofanlage Pfarrhof gibt es nun eine Idee. <BR /><BR />Im Gegensatz zum Stadel des Klosters Muri-Gries ist die ehemalige mittelalterliche Hofanlage Pfarrhof längst unter Denkmalschutz gestellt worden. Wie zahlreiche geschützte Objekte ist der alte Stadel jedoch baufällig, das Gelände abgeriegelt und die Gemeinde immer wieder gezwungen, Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. <BR /><BR />Nun gibt es jedoch einen Plan, wie das Gebäude wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden könnte. „Wir haben im Stadtrat ein Machbarkeitsprojekt zur Sanierung der Hofstelle genehmigt“, berichtet Vizebürgermeister Luis Walcher. Die aufwendigen Arbeiten kosten jedoch eine Stange Geld, Walcher rechnet mit mindestens 4,9 Millionen Euro. Deshalb hat der Stadtrat das Amt für öffentliche Arbeiten mit der Vorbereitung der notwendigen Unterlagen für die Teilnahme an einem Förderprogramm des Innenministeriums beauftragt. „Dieses hat für das heurige Jahr Geldmittel für die städtebauliche Umgestaltung und Aufwertung von benachteiligten Stadtbereichen zur Verfügung gestellt“, berichtet Walcher. Allerdings: Sollte Bozen kein Glück haben und nicht ausgewählt werden, fällt auch das Sanierungsprojekt flach. Derzeit ist im Gemeindehaushalt nämlich kein Geld für dieses Vorhaben veranschlagt. <BR /><BR />Doch was genau möchte die Gemeinde in dem Gebäude unterbringen? „Wir denken an Räume für Vereine und Mehrzweckräume für das Viertel“, kündigt Walcher an. Der alte Stadel soll ein Treffpunkt für das Stadtviertel werden.