Noch offen ist die Finanzierung der geschätzten Gesamtkosten von 23 Millionen Euro.<BR /><BR />Das Seniorenheim Georgianum kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: 1899 wurde das Gebäude als „Armenhaus“ von Pfarrer Georg Holzer errichtet. 1991 erfolgte der Umbau zum heutigen Gebäude, das damals allerdings mehr als Wohnheim denn als Pflegeheim gebaut wurde. Aber gerade der Pflegebedarf ist derzeit in einem Seniorenheim vorrangig. Entsprechend gibt es (zu) viele architektonische Barrieren im extrem verwinkelten Haus: Zu enge Türen, zu kleine Pflegebäder, ein beengter Speisesaal, nicht nutzbare Balkone, nur ein Personen- und kein Bettenaufzug erschweren das Arbeiten und Leben im Heim. <h3> Zimmer nicht mehr zeitgemäß</h3>„Die 55 Bewohner und ihre Angehörigen loben die Pflege in unserem Heim sehr“, sagt Barbara Nöckler, die Vizepräsidentin der Stiftung, die das Seniorenheim führt. Die Pflegekräfte würden das Beste aus den räumlichen Verhältnissen machen, aber natürlich belaste es Personal wie Bewohner gleichermaßen. So gibt es kaum Einzelzimmer, sondern viele Mehrbettzimmer, was zum einen nicht mehr zeitgemäß ist, zum anderen aber auch die Vergabe der frei werdenden Plätze in den Männer- und Frauenzimmern verkompliziert. <BR /><BR />Nachdem die beengte Lage zwischen 2 stark befahrenen Straßen direkt an der Kirche eine Erweiterung verunmöglichte, ist diese Variante spätestens seit 2022 vom Tisch. Damals einigte man sich mit dem Land darauf, die Planungen auf einen Neubau zu konzentrieren. Mittlerweile ist im „Baumannfeld“ ein rund 4600 Quadratmeter großes Grundstück in Dorfnähe gefunden. Der Eigentümer habe dessen Abtretung und die Erschließung über einen zusätzlichen Fußweg ins Dorf zugesagt, erklärt Barbara Nöckler. Vor Kurzem hat das Land seine Finanzierung von 60 Prozent des Grundstückpreises zugesichert. „Diese Zusicherung bindet uns an einen Baustart in den nächsten 5 Jahren“, betont Nöckler. Die Gemeindeausschüsse von Ahrntal und Prettau, die den Restbetrag stemmen müssen, haben sich in der Folge für den Standort und die Fortführung der Planungen ausgesprochen. <h3> Geschätzte Gesamtkosten: 23 Millionen Euro</h3>„Der nächste Schritt ist die Änderung des Bauleitplanes. Außerdem wird das Projekt der Bevölkerung vorgestellt, und die Detailplanung kann beginnen“, erklärt die Vizepräsidentin und Ahrntaler Vizebürgermeisterin. Derzeit werden die Gesamtkosten für den Neubau mit 60 Betten – großteils in Einzelzimmern – auf 23 Millionen Euro geschätzt. „Die Gespräche mit dem Land über die Finanzierung und etwaige Zusatzfinanzierungen laufen noch“, erklärt Barbara Nöckler. Erst dann stehe fest, wie viel die Gemeinden Ahrntal und Prettau für den Bau aufbringen müssen.