Freitag, 20. März 2020

Alzheimervereinigung Südtirol: Pflege in Zeiten der Coronakrise

Die Alzheimervereinigung Südtirol ASAA weist auf ihre Grüne Nummer 800660561 hin. In Zeiten des Coronavirus könne man sich hier Tipps und Hilfe holen, betont ASAA-Präsident Ulrich Seitz.

Wer Demenzkranke daheim betreut und nicht weiter weiß kann sich an die Grüne Nummer wenden.
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Wer Demenzkranke daheim betreut und nicht weiter weiß kann sich an die Grüne Nummer wenden. - Foto: © APA/dpa / Patrick Pleul
Die Alzheimervereinigung Südtirol ASAA teilt im Hinblick auf die zugespitzte Situation rund um die Eindämmung des Coronavirus und die damit zusammenhängende Reduzierung bzw. Überlastung vieler Dienste im öffentlichen Bereich mit, dass nunmehr das Sorgentelefon über die Grüne Nummer der Vereinigung 800660561 (täglich von 7 Uhr bis 22 Uhr, auch am Wochenende) aktiv sein wird. Das Sorgentelefon am Hauptsitz in Bozen entfällt, wird aber durch das genannte verstärkte Angebot ersetzt.

„Ich erhalte in diesen Tagen zahlreiche Anrufe, aus denen hervorgeht, wie sehr die Verunsicherung und die Nervosität gerade in der Hauspflege eines Familienangehörigen, der an Demenz leidet, ansteigen können. Mit diesen Gefühlen müssen die Betroffenen nicht alleine bleiben. Wir versuchen zu helfen, wo es geht“, betont ASAA-Präsident Ulrich Seitz.

„Wenn Sie also einen nahen Angehörigen mit Demenz betreuen und gerade jetzt an Ihre Grenzen stoßen, melden Sie sich bei uns für Tipps und mögliche Hilfestellungen“, wendet er sich direkt an die Betroffenen.
Allerdings sollte auch dieser Dienst nicht überlastet werden, daher bittet ASAA alle, die über Internet verfügen darum, eher eine Mail an [email protected] zu schicken, statt anzurufen; ihre Fragen werden dann baldmöglichst beantwortet. Im April soll der Versuch gemacht werden, mit allen Interessenten auch via Skype zu kommunizieren.

Bei dieser Gelegenheit erinnert die Alzheimervereinigung daran, dass es auf der Homepage alzheimer.bz.it bereits wichtige Informationen rund um die Demenz gibt, die von Mitgliedern des Fachbeirates der ASAA erstellt wurden. Präsident

Ulrich Seitz unterstreicht, dass die Vereinigung gerade in diesen schwierigen Zeiten mit erfahrenen Expert/innen in der Selbsthilfe zusammenarbeitet, die die Situation in Südtirol kennen, gut einschätzen und vor allem durch Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Coaching für ein qualifiziertes Volontariat Sorge tragen, das den pflegenden Familienangehörigen zugutekommt.

stol