Mittwoch, 04. September 2019

Am Fensterlturm ins Seil gestürzt: Südtiroler schwerst verletzt

Mit lebensgefährlichen Verletzungen musste am Mittwoch gegen 15.30 Uhr ein Alpinist ins Bozner Krankenhaus geflogen werden. Der 40-jährige Südtiroler war am Fensterlturm ins Seil gestürzt. Er wurde vom Rettungsteam des Pelikan 2 geborgen und erstversorgt.

Der 40-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen bewusstlos aus der Wand geborgen.
Badge Local
Der 40-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen bewusstlos aus der Wand geborgen. - Foto: © shutterstock

Eine klassische Zweier-Seilschaft hatte sich am Mittwoch auf den Weg gemacht, den sogenannten Fensterlturm im Rosengartengebiet zu erklimmen. Die beeindruckende Kletterroute liegt auf Trentiner Seite im Fassatal, oberhalb der Rotwand-Hütte (Roda di Vael) und des Majaré-Klettersteigs. Die beiden Südtiroler hatten bereits 3 Viertel der Kletterroute erfolgreich hinter sich gebracht, als das Unglück geschah. Der 40-jährige Alpinist verlor im Vorstieg aus bislang ungeklärter Ursache den Halt und stürzte ins Seil.

Konnte Partner nicht mehr sehen oder hören

Er stürzte er wohl 6 bis 7 Meter ins Seil. Doch krachte sein Körper dabei wohl gegen einen flacheren Teil der Felswand, auch mit dem Kopf dürfte der Kletterer mehr als einmal gegen den Fels geprallt sein.

Er zog sich dabei mehrere lebensgefährliche Verletzungen zu und blieb schlussendlich bewusstlos im Seil hängen – gesichert von seinem Seilpartner, der den Absturz hilflos hatte mit ansehen müssen, seinen Partner dann aber weder sehen noch hören konnte.

Er schlug sofort über die Landesnotrufnummer 112 Alarm – und das Team des Rettungshubschraubers Pelikan 2 machte sich auf den Weg zur Absturzstelle. Alarmiert wurde auch die Bergrettung von Welschnofen. Doch um keine Zeit zu verlieren, flog das Hubschrauberteam zunächst alleine zur Wand. Mit der Seilwinde barg das Team den bewusstlosen Bozner.

Seilpartner unter Schock

Während der Schwerstverletzte zunächst am Fußende der Wand erstversorgt wurde, flog der Hubschrauber nun mit den Bergrettern an Bord ein weiteres Mal zur Absturzstelle, um den Seilpartner zu bergen.

Der 40-jährige Bozner wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus nach Bozen geflogen. Das Bewusstsein erlangte er während der Bergung nicht wieder. Nun kämpfen Ärzte und Pfleger im Spital um das Leben des Alpinisten.

Unverletzt, aber unter Schock stehend musste der Seilpartner von den Bergrettern Welschnofen über einen Steig bis zum Karerpass begleitet werden. Von dort aus brachten sie den Mann dann mit dem Einsatzfahrzeug nach Welschnofen.

D/ih

stol