Die Berufung der gottgeweihten Jungfrauen habe es – heißt es in einer Aussendung der Diözese Bozen –Brixen - schon in der Urkirche gegeben, sei im 4. und 5. Jahrhundert durch das Aufkommen der Klöster seltener geworden und sei erst durch das Zweite Vatikanische Konzil wieder allmählich aufgekommen.Die Jungfrauenweihe sei eine Form des geweihten Lebens, die als Ausdruck des Vorhabens, Christus in besonders enger Weise nachzufolgen, vom Diözesanbischof nach liturgischem Ritus vorgenommen werde. Sie sei Zeichen einer lebendigen Liebe zu Gott.Die Jungfrauenweihe verleihe weder ein Amt noch bestelle sie zu einem bestimmten beruflichen Dienst in der Kirche.Die gottgeweihte Jungfrau übernehme die Pflicht, der Kirche dort, wo sie lebt, zu dienen – so wie es ihrer Situation entspricht: Zuallererst durch Bemühung um ein intensives und glaubwürdiges geistliches Leben und Werke der Liebe.„Die Entscheidung, gottgeweiht zu leben, war zuallererst Gottes Entscheidung und Gottes Ruf, dann erst kam meine Antwort“, so Renate Valentini, „ich hätte mir nicht einen solchen Weg vorgestellt; nun spüre ich aber einen tiefen inneren Frieden, diesen Weg gehen zu dürfen. Die Kraft und die Freude, mich auf den Plan Gottes einzulassen, kommen allein von Gott."Zur PersonRenate Valentini wurde am 13. September 1976 in Bruneck geboren. Die Grund- und Mittelschule besuchte sie in Stern in Abtei. Von 1990 bis 1995 besuchte sie die Lehrerbildungsanstalt in Brixen und schloss mit der Lehrbefähigung zur Kindergärtnerin ab. In der Folge war sie fünf Jahre lang als Kindergärtnerin in den Kindergärten St. Ulrich, St. Vigil in Enneberg und Wengen tätig.Von 2000 bis 2004 absolvierte Renate Valentini das Studium der Bildungswissenschaften für den Primarbereich an der Freien Universität Bozen mit Sitz in Brixen; von 2002 bis 2004 machte sie eine Zusatzausbildung zur Integrationskindergärtnerin.Seit 2005 ist sie Kindergärtnerin und Koordinatorin im Kindergarten St. Kassian; zudem besuchte sie von 2004 bis 2007 mit Abschluss die Brixner Theologischen Kurse an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen.