Donnerstag, 21. Januar 2021

Am Tag des Verschwindens der Eheleute: Was tat Benno Neumair am Fischerteich?

Die Ermittlungen zum mutmaßlichen Mordfall Peter Neumair und Laura Perselli laufen weiter auf Hochtouren. Neuen Erkenntnisse zufolge soll Benno Neumair, gegen den Mordermittlungen aufgenommen wurden, am Abend des Verschwindens seiner Eltern am 4. Jänner auf dem Weg nach Süden bei dem Fischerteich zwischen Pfatten und Bozen angehalten haben.

Benno Neumair war am Fischerteich zwischen Pfatten und Bozen. - Foto: © DLife
Was er dort tat, warum er dorthin fuhr und wie lange er sich dort aufhielt, ist derzeit noch unklar. Fakt ist, er war mit seinem Auto gegen 21 Uhr in Richtung Süden unterwegs und sei dabei am Fischerteich stehen geblieben – so bestätigt es auch Benno Neumairs Anwalt Flavio Moccia.

Laut den Ermittlern und den Aufnahmen der Kameras zur Verkehrsüberwachung gibt es auf der Fahrt ein zeitliches „Loch“ von rund 40 Minuten, die Neumair am Fischerteich verbracht haben will. Was Benno Neumair dazu sagt, lesen Sie hier.

Benno Neumair befindet sich auf freiem Fuß, es gilt die Unschuldsvermutung. Die Suche nach den Leichen des Ehepaars geht fieberhaft weiter.

Blutspuren und Jacke

Außerdem wurde bekannt, dass die Brücke, an der Blutspuren sichergestellt wurden und laut Hypothese der Ermittler die Leichen in die Etsch geworfen worden sein sollen, jene beim Safety Parc und nicht die Pfattner Brücke ist.

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Ob die dort gefundenen Blutspuren tatsächlich von Peter Neumair stammen, wird man erst in rund 2 Wochen wissen. Bis dahin sollte die Expertise des RIS-Labors vorliegen.

Zudem soll eine Jacke gefunden worden sein. Ob sie einem der Vermissten gehört, steht noch nicht fest.

Die 2 beschlagnahmten Wohnungen an der Runkelsteiner Straße in Bozen und am Alten Mühlweg am Ritten bzw. in Oberbozen wurden am Mittwoch Zentimeter für Zentimeter abgesucht. Mit Luminol (bringt Blut im Dunkeln zum Leuchten), aber auch Combur (Schnelltest, ursprünglich zum Nachweis von Blut in Urin benutzt) wurde dort gearbeitet.

Wie auch schon am Dienstag haben die Experten der Sondereinheit RIS aus Parma dort Spuren gesichert, diese werden im Labor ausgewertet.

Chi l'ha visto

Wie berichtet, wurde der Fall am Mittwochabend erneut auch bei der Sendung „Chi l'ha visto“ beleuchtet.

Dort kam auch die Frau zu Wort, bei der der Sohn des Ehepaars in der Nacht, in der seine Eltern verschwanden, übernachtet haben soll. Was sie zu dem Fall sagt, lesen Sie hier.



stol/dol