Samstag, 20. Juni 2015

Amokfahrt. "Dieser Täter, der Mörder, hat sie niedergemäht"

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) wurde am Samstag offenbar fast ein Opfer des Amokfahrers zu Beginn von dessen Wahnsinnstat. So wurde er Zeuge des furchtbaren Vorfalls mit bislang drei Toten und 34 Verletzten.

Drei Menschen kamen zu Tode, weiter ringen um ihr Leben.
Drei Menschen kamen zu Tode, weiter ringen um ihr Leben. - Foto: © APA

„Ich war in der Zweigeltgasse mit meiner Vespa unterwegs. Dieser Täter, der Mörder hat erst ein Paar niedergemäht, der Mann war offenbar sofort tot, dann dachte ich erst, er bleibt stehen, aber er hat mich und einen anderen Passanten anvisiert“.

„Wir konnten uns in Sicherheit bringen, der Passant hinter einer Säule“, so Nagl, der mit den Emotionen kämpfte: „Ich habe so etwas noch nie erlebt“, so Nagl, der fassungslos schien.

Bei der Amokfahrt eines Mannes mit einem Geländewagen in Graz sind drei Menschen ums Leben gekommen. 34 Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich (STOL hat berichtet).

Feste abgesagt - Trauergottesdienst am Abend

„Es wird alles abgesagt, alle Feierlichkeiten und Feste, wir werden schwarze Fahnen aufhängen“, so der Bürgermeister.

Er dankte allen Einsatzkräften für die rasche Hilfe. „Ich bin noch nie über den Hauptplatz gegangen und habe eine solche Stimmung erlebt“, kämpfte Nagl mit den Tränen. Die Grazer Uni gab bekannt, dass der für den Abend geplante Multikultiball abgesagt wurde.

In der Stadtpfarrkirche in der Grazer Herrengasse findet um 18.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst mit Stadtpfarrprobst Christian Leibnitz statt.

apa

stol