Monica Esposito war am 16. Mai gemeinsam mit ihrem Ehemann in der Innenstadt unterwegs, als ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Passanten raste. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339716_image" /></div> <BR /><BR />Beide wurden schwer verletzt. Während sich der Mann inzwischen in der Rehabilitation befindet, kam die 55-Jährige nach Angaben der Ärzte nicht mehr zu Bewusstsein. Ihre Familie stimmte entsprechend ihrem früher geäußerten Wunsch einer Organspende zu. Eine Deutsche, der beide Beine amputiert worden waren, kehrte mittlerweile nach Deutschland zurück.<BR /><BR />Bei dem Angriff am 16. Mai hatte der 31-jähriger Italiener marokkanischere Herkunft Salim El Koudri acht Menschen in einer belebten Straße im Stadtzentrum von Modena überfahren. Anschließend versuchte der Mann zu fliehen, wurde aber von Passanten gestoppt. Der Angreifer zog bei der Auseinandersetzung ein Messer und verletzte einen Mann. Er hatte in der Vergangenheit unter psychischen Problemen gelitten. Von einem terroristischen Tatmotiv gingen die Behörden nicht aus. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339719_image" /></div> <BR /><BR />Mit dem Tod der Frau verschärft sich die strafrechtliche Lage des mutmaßlichen Täters. Er befindet sich in Untersuchungshaft und muss sich bereits wegen des Vorwurfs der Amoktat mit schwersten Körperverletzungen verantworten. Nun dürfte die Anklage um den Vorwurf eines Tötungsdelikts erweitert werden.<BR /><BR />Bei der Tat waren insgesamt acht Menschen verletzt worden. Mehrere Opfer mussten über Wochen stationär behandelt werden. Einer 69-jährigen deutschen Touristin mussten nach dem Zusammenstoß beide Beine amputiert werden. Eine weitere Schwerverletzte befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung.<BR /><BR />Die Tochter der Verstorbenen verabschiedete sich in sozialen Netzwerken mit bewegenden Worten von ihrer Mutter. „Du bist seit diesem tragischen Nachmittag nie wieder erwacht“, schrieb die Tochter. <BR /><BR />Modenas Bürgermeister Massimo Mezzetti sprach von einer „tragischen Nachricht“, die die gesamte Stadt mit großer Trauer erfülle. Auch die Region Emilia Romagna bekundete der Familie ihr Mitgefühl und würdigte deren Entscheidung zur Organspende als Zeichen der Hoffnung in einer Zeit großen Leids.