Freitag, 10. Juli 2015

Amokläufe – oft sind es Taten wie im Rausch

Das Wort „Amok“ kommt aus der malaiischen Sprache und bedeutet Wut. Laut Statistik sind die meisten Amokläufer männlich. Nach Erkenntnissen von Polizeipsychologen lebten sie vor der Tat oft eher unauffällig, zeigten ihre Gefühle kaum und neigten zu Selbstüberschätzung.

Mit dem Begriff Amok werden Gewalthandlungen bezeichnet, bei denen Personen durch einen einzelnen Täter getötet werden.
Mit dem Begriff Amok werden Gewalthandlungen bezeichnet, bei denen Personen durch einen einzelnen Täter getötet werden. - Foto: © shutterstock

Neben psychisch schon länger kranken Tätern gibt es auch Amokläufer, die aus banalen Gründen plötzlich „ausrasten“.

Angst, Demütigung, Eifersucht oder Scham haben sich oft lange aufgestaut, bevor es im Amoklauf zur Katastrophe kommt. Viele Amokläufer töten sich am Ende selbst, weshalb solche Anschläge mitunter auch als „erweiterter Selbstmord“ angesehen werden.

Als Tatort wird häufig eine Örtlichkeit gewählt, die der Täter mit der Verletzung seiner Psyche in Verbindung bringt.

Beispiele sind Amokläufe in Gerichts- oder Schulgebäuden.

dpa

stol