<b>STOL: Herr Böhl, wie kommen Sie dazu, die Südtiroler Flugrettung zu fotografieren? </b><BR />Matthias Böhl: Ich bin bald 43 Jahre alt und fotografiere schon seit meiner Kindheit Notarzthubschrauber, zuerst nur in Deutschland und dann auch in Südtirol. Bei einer Übung im Vinschgau habe ich Flugretter Erich Näckler kennengelernt. Er erzählte mir vom Kalenderhilfsprojekt, das er initiiert hat. Und ich war so begeistert, dass ich sofort meine Unterstützung zugesichert habe. Es ist mir eine Freude, Jahr für Jahr Fotos für diesen tollen Kalender und dieses vorbildliche Projekt bereitzustellen. Ich bin hauptberuflich im Rettungsdienst tätig, und auch wir werden bei Einsätzen immer wieder mit Schicksalen konfrontiert. Ein Projekt wie „Flugretter helfen“ gibt es bei uns aber leider nicht.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67502987_quote" /><BR /><BR /><b>STOL: Das Spendengeld geht an BNF, den Sie kennen. Was halten Sie von dieser Organisation?</b><BR />Böhl: Ich habe den Notstandsfonds als sehr seriös kennengelernt. Denn bevor geholfen wird, ist es dem BNF immer sehr wichtig, ein Hilfsansuchen genau zu prüfen, damit das Spendengeld auch dort ankommt, wo es wirklich gebraucht wird. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1099878_image" /></div> <BR /><BR /><b>STOL: Sie bringen den Kalender auch in Deutschland unter die Leute. Gibt es viele Abnehmer?</b><BR />Böhl: Ja, die Leute, auch Kollegen im Rettungsdienst, nehmen mir den Kalender gerne gegen eine Spende ab – nicht nur wegen der Motive, sondern auch, weil sie Gutes tun wollen. Die Aktion begeistert sie. In der Vergangenheit habe ich jährlich immer etwa 200 Kalender verteilt, heuer könnten es sogar einige mehr werden.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67502988_quote" /><BR /><BR /><b>STOL: Was ist das Beeindruckende an Südtirols Flugrettung?</b><BR />Böhl: Die fliegerischen Herausforderungen im Gebirge und die Bergkulisse sind einzigartig. Und die Notärzte, Flugretter, Piloten und Techniker sind menschlich gut drauf. Sie sind lockerer als ihre Kollegen in meiner Heimat.<BR /><BR /><b>STOL: Werden Sie auch künftig hinter der Hilfsaktion stehen?</b><BR />Böhl: Natürlich. Erich Näckler ist ein guter Freund und ein toller Mensch, dem es ein Anliegen ist, anderen zu helfen, nicht nur als erfahrener Flugretter, sondern auch nach einem Schicksalsschlag über die Kalenderaktion.<BR /><BR /><b>STOL: Sie haben in Südtirol auch das Ehrenamt in Feuerwehr und Rettungsdienst kennengelernt. Was halten Sie davon?</b><BR />Böhl: Ich halte viel davon, weil die Freiwilligen sehr motiviert und kompetent sind. So habe ich sie jedenfalls kennengelernt.