Mittwoch, 07. Dezember 2016

Andreas Fabi – nach langem Streit jetzt in Pension

An der Spitze des Sanitätsbetriebs steht schon längst ein Anderer. Vor eineinhalb Jahren hat Thomas Schael auf Andreas Fabis Direktorensessel Platz genommen. Fabi hingegen sah sich mit seinem Ex-Arbeitgeber vor Gericht wieder. Es ging ums Geld. Heute geht der Ex-Generaldirektor in Pension.

Andreas Fabi, erster Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, geht heute in Pension. - Foto: DLife
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Andreas Fabi, erster Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, geht heute in Pension. - Foto: DLife

Andreas Fabi war der erste Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Der Vinschger trat diese Position 2007 an. Zuvor leitete Fabi 13 Jahre lang den Gesundheitsbetrieb Meran. Insgesamt war Fabi, der Rechtswissenschaften studiert und zuvor als Zollbeamter in Taufers im Münstertal gearbeitet hatte, 36 Jahre im Sanitätsbetrieb tätig.

Der 7. Dezember – Datum der Pensionierung von Andreas Fabi – spielte in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder eine Rolle – vor Gericht. Dort fanden sich Fabi und sein Ex-Arbeitgeber nach jahrelanger guter Zusammenarbeit wieder. Man stritt ums Geld.

Zur Erinnerung: Im November 2014 waren Gesundheitslandesrätin Martha Stocker und Fabi übereingekommen, dass er, Fabi, seinen Rücktritt als Generaldirektor des Sanitätsbetriebs anbietet. Fabis Nachfolger Thomas Schael betrat 2015 die Bühne. Fabi sollte einen Schritt zurück in die zweite Reihe machen und Schael einarbeiten. Dafür sollte er wieder im Sanitätsbetrieb eingestellt werden. Und zwar bis Ende 2016 – denn dann ist Fabi pensionsberechtigt.

Doch diesen Deal wollte in der Landesverwaltung niemand unterzeichnen. Seit Mitte Juni 2015 befand sich Fabi im Wartestand ohne Einkommen und ohne Pensionseinzahlungen. Und seitdem wütete auch der Streit zwischen dem Ex-General und dem Land.

Fabi bekommt rund 160.000 Euro

Dieser fand am 3. November vor dem Arbeitsgericht ein Ende: Andreas Fabi erhielt 150.000 Euro plus die Rückvergütung der Spesen – also rund 160.000 Euro netto. Das Land sollte den Betrag innerhalb Jahresende zahlen.

„Ich wäre lieber auf eine andere Weise gegangen“, sagte Fabi damals. „Ich hoffe, nun herrscht etwas Klarheit. Jetzt ist ein Kapitel abgeschlossen.“ Mit dem heutigen 7. Dezember hat Fabi sein Rentenalter erreicht: Er geht, 66 Jahre und 7 Monate alt, in Pension.

Im Video: Die „Causa Fabi“ findet vor Gericht ihren Abschluss

stol

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