Mittwoch, 27. September 2017

Angebliches Gasleck: Die neuste Betrügermasche

Die Fantasie von Betrügern scheint grenzenlos: Immer wieder lassen sie sich neue Maschen einfallen, um sich Zugang zum Konto, der Wohnung oder dem Haus von Bürgern zu verschaffen. Vor allem ältere Personen werden häufig Opfer solcher Tricks. Nicht aber diese Frau in Oberau.

Erneut ruft die Quästur von Bozen zur Vorsicht vor Betrügern.
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Erneut ruft die Quästur von Bozen zur Vorsicht vor Betrügern. - Foto: © shutterstock

Die über 70-jährige Frau erhielt am Dienstag unerwartet Besuch von einem Unbekannten. Der Mann in grün-gelber Jacke zeigte der Seniorin das Schreiben einer Energiegesellschaft und behauptete, in ihrer Wohnung befände sich ein Gasleck.

Sie gewährte dem Mann Einlass in die Wohnung und tatsächlich: Nur kurz darauf strömte Rauch aus der Küche. Es sei ein Feuer ausgebrochen, erklärte der Mann. Er bat die Frau, ihre Ersparnisse zu holen und die Wohnung zu verlassen.

Doch die Seniorin war nicht überzeugt: Statt auf die eindringlichen Bitten des Mannes zu hören, rief sie ihre Nachbarin zu Hilfe. Daraufhin verließ der Mann unverrichteter Dinge die Wohnung.

Die verständigten Beamten der Quästur Bozen fanden kurz darauf in der Küche eine kleine Rauchpatrone, die ohne Zweifel vom Betrüger entzündet worden war, um das Gasleck zu simulieren.

Die Quästur weist erneut darauf hin, keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen. Die Warnung richtet sich vor allem an ältere Personen. Auch solle man skeptisch sein, wenn Personen, die nett erscheinen, anbieten, mit dem Tragen der Einkäufe helfen zu wollen oder ähnliches.

Beim geringsten Zweifel solle man stets die Ordnungshüter verständigen, unter den Notrufnummern 112 und 113.

stol/liz

stol