Gestern Vormittag luden alle Mitglieder der Opposition im Gemeinderat von Leifers kurzfristig zu einer Pressekonferenz vor dem Rathaus. Was war geschehen? <BR /><BR />Ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hatte einen Brief verfasst, der aus Beschuldigungen bestand, und ihn dem Bürgermeister vorgelegt. Zuvor hätten allerdings 29 weitere Mitarbeiter der Gemeinde sich ihm angeschlossen und den Brief unterzeichnet.<h3> „Angespannte Stimmung im Rathaus spürbar“</h3>„Seitdem herrscht im Leiferer Rathaus eine angespannte Stimmung. Nicht gerade optimal, um dafür zu sorgen, dass eine Stadt gut funktioniert“, sagte Sara Endrizzi vom Partito Democratico (PD) gestern bei der Pressekonferenz. Mittlerweile sei es auch in der Öffentlichkeit bekannt, dass es in der Gemeinde Leifers „kriseln“ würde, deshalb sehe sich die Opposition dazu gezwungen, etwas zu unternehmen.<BR /><BR />„Wir haben gemeinsam beschlossen, bei der nächsten Gemeinderatssitzung (am 25. März, Anm. d. Red.) einen Antrag einzureichen“, erklärte Endrizzi. Dieser sehe vor, eine Sonderkommission ins Leben zu rufen, die sich mit der Sache auseinandersetzen solle. „Wir möchten dieser angespannten Situation ein für alle Mal ein Ende setzen“, betonte die PD-Gemeinderätin.<h3> „Situation kann nicht ignoriert werden“</h3>Diesen Worten schlossen sich auch weitere Mitglieder der Opposition an, wie etwa Dino Gagliardini, der PD-Fraktionssprecher in Leifers: „Eine Verwaltung muss transparent, effizient und in einem ruhigen Arbeitsklima funktionieren. In Leifers ist derzeit das Gegenteil der Fall. Diese Situation kann nicht ignoriert werden.“ Die geforderte Maßnahme der Opposition sei kein politischer Angriff, „sondern ein Akt institutioneller Verantwortung“.<BR /><BR />Neben den Spannungen zwischen der Gemeindeverwaltung und den Mitarbeitern betreffe die Situation auch die Generalsekretärin. „Sie ist eigentlich für das Personalmanagement und das reibungslose Funktionieren der Gemeindeverwaltung verantwortlich“, so Gagliardini.<h3> „Man muss Politik und Verwaltung trennen“</h3>„Ich will zu diesem Thema nicht mehr viel sagen. Das Einzige, das ich betonen möchte, ist, dass man Politik und Verwaltung klar trennen muss“, sagte der Leiferer Bürgermeister Giovanni Seppi gestern auf Nachfrage. Man habe bereits ein Treffen mit den betroffenen Mitarbeitern organisiert, „dort ist aber keiner von ihnen erschienen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1140693_image" /></div> <BR />Nächste Woche wird es noch ein Treffen geben“, erklärte Seppi. Die Einführung einer Sonderkommission müsse in der Mehrheit noch diskutiert werden, man ziehe in Erwägung, einen Mediator einzusetzen, so Seppi.