Samstag, 23. April 2016

Angriff auf Stadtpolizisten: Aufenthaltsverbot

Gegen den 23-jährigen M.F., der am 13. April in einem Lokal einen Stadtpolizisten angegriffen hatte, wurde nun ein Aufenthaltsverbot in Südtirol verhängt.

Badge Local
Foto: © STOL

Laut der Quästur war der Albaner tags zuvor vom Beamten am Steuer eines PKW angehalten worden, war dabei ohne Führerschein unterwegs, machte falsche Angaben zu seiner Identität und flüchtete schließlich, um einer Identifizierung zu entgehen.

Als der Beamte am nächsten Tag den Mann in einem Betrieb wieder erkannt hatte und seine Personalien feststellen wollte, bedrohte der Albaner ihn und seinen Kollegen mit Mord und Prügel. Am selben Abend schließlich kam es in einem Lokal im Zentrum zum dritten Aufeinandertreffen: Auch dort gingen die Beleidigungen und Drohungen weiter, es kam zu Rempeleien, an denen auch vier weitere dem Albaner nahestehende Personen teil hatten. Der Stadtpolizist wurde dabei auch von einem Glas im Gesicht und am Hals getroffen.

Der am Freitag mit einem Aufenthaltsverbot bestrafte Albaner ist einschlägig amtsbekannt. Mehrere Delikte wegen Drogenhandels und Angriffe auf Personen, Gewalt in der Familie und Stalking, hat er zu Buche stehen. Deshalb hatten der Quästor und der Gerichtspräsident bereits eine dreijährige Sonderüberwachung vorgeschlagen für M.F. vorgeschlagen.

Neben dem 23-Jährigen konnten die Beamten der Staatspolizei auch weitere zwei Angreifer ausfindig machen. Bei ihnen handelt es sich um einen 23-Jährigen aus Pakistan und einen 22-jährigen Landsmann von M.F. Der in Bozen wohnhafte Pakistani wurde vom Quästor mündlich ermahnt, während der zweite, in St. Jakob bei Leifers ansässige Albaner ein dreijähriges Aufenthaltsverbot für die Gemeinde Bozen erhielt.

Die Ermittlungen zur Ausforschung der weiteren zwei Mittäter und zur Identifizierung der Person, die mit dem Glas zugeschlagen hat, würden noch laufen, teilte Quästor Lucio Carluccio am Samstag mit.

stol

stol