Adinolfi war am Montag in Genua auf offener Straße angeschossen worden. Der Manager wurde am Bein operiert, wurde aber schon am Freitag aus dem Spital entlassen.Die Anarchistenorganisation bekannte sich mit einem Flugblatt zum Anschlag, das der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Freitag per Post zugestellt wurde. Das Kuvert war in Genua aufgegeben worden. Im Flugblatt wurde Adinolfi beschuldigt, in Interviews die umweltbelastenden Auswirkungen der Atomenergie und das Ausmaß der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima heruntergespielt zu haben. Der Manager wurde als „Atomhexer“ angeprangert.Sieben weitere Anschläge angekündigtDie Untergrundorganisation kündigte mindestens weitere sieben Anschläge an, so viele wie die Anarchisten, die in griechischen Strafanstalten inhaftiert seien. Sie erklärte sich vor allem mit der in Griechenland verhafteten Anarchistin Olga Ikonomidou solidarisch. Die Organisation erklärte, sie plane eine Kampagne gegen Italiens staatlichen Rüstungskonzern Finmeccanica, den die Anarchisten als „mörderische Krake“ bezeichneten.Anfang Dezember war der Chef der Steuereinzugsgesellschaft Equitalia, Marco Cuccagna, beim Öffnen eines mit Sprengstoff präparierten Päckchens an der Hand und am Auge verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die FAI-Gruppe. Diese hatte zuvor auch ein ähnliches Päckchen an den Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gesendet. Die an Ackermann gerichtete funktionsfähige Briefbombe wurde in der Poststelle der Deutschen Bank in Frankfurt am Main abgefangen. Sorge vor linksextremistischen AttentatenAuch die Sorge vor linksextremistischen Attentaten wächst in Italien. So wurden am Freitag vier Flugblätter mit dem fünfzackigen Stern der linksextremen Untergrundsorganisation Rote Brigaden (BR) in Legnano bei Mailand entdeckt.Die Flugblätter wurden unweit von zwei Fabriken und dem Büro der Steuerbehörde an die Wand geklebt. Die Flugblätter enthielten kein Bekenntnis zum Anschlag auf Adinolfi. apa