Dienstag, 20. April 2021

Anklage fordert weiterhin 30 Jahre Haft für Beutel – Urteil wird heute erwartet

Nein zu einer Einigung über eine Haftverkürzung auf 16 Jahre für Johannes Beutel: Seine Verteidiger konnten Generalanwalt Markus Mayr nicht überzeugen, ihrem Angebot, im Gegenzug auf fast alle Berufungsgründe zu verzichten, zuzustimmen. Vor dem Berufungsschwurgericht forderte er die Bestätigung des Urteils aus erster Instanz.

Am heutigen Dienstag fällt für Johannes Beutel, dem Mord an seiner Frau Alexandra Riffeser vorgeworfen wird, das Urteil.
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Am heutigen Dienstag fällt für Johannes Beutel, dem Mord an seiner Frau Alexandra Riffeser vorgeworfen wird, das Urteil. - Foto: © ACEROJP
Beutels Verteidiger Marco Ferretti und Alessandro Tonon hatten erst am Freitag einen gerichtlichen Vergleich vorgeschlagen, mit dem Beutels Haftstrafe auf 16 Jahre halbiert worden wäre.

Doch Generalanwalt Markus Mayr lehnte den Antrag am Montag ab. Er forderte vom Berufungsschwurgericht die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils über 30 Jahre Haft.

Die Nebenkläger – vertreten von den Rechtsanwälten Federico Fava und Ivan Rampelotto – pochten auf Schadenersatz für die Hinterbliebenen des Mordopfers Alexandra Riffeser (34).

Johannes Beutel, der im Bozner Gefängnis einsitzt, war bei der Verhandlung anwesend. Das wird er auch am heutigen Dienstag sein und eine Erklärung abgeben. Nach den Repliken soll dann am Nachmittag das Urteil fallen.

Bekanntlich wird dem 38-Jährigen zur Last gelegt, seine Frau Alexandra am 24. September 2018 am Huber-Hof in Gratsch mit über 40 Messerstichen getötet zu haben. Beutel war für voll zurechnungsfähig befunden worden.

Nach dem Urteil in erster Instanz hatte die Mutter des Opfers, Margit Riffeser, im Interview mit den „Dolomiten“ über den Mord, das Urteil und darüber gesprochen, wie sie das Erlebte verarbeitet.

rc

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