„Es gibt ein ständiges Kommen und Gehen. Manche Anrainer haben Angst am Abend rauszugehen“, sagt ein Anrainer des Bahnhof-Areals, der immer wieder mehr Kontrollen einfordert – vor allem an den Wochenenden. <h3> Gruppe von 6 Jugendlichen öfters präsent</h3>Eine Anrainerin sieht die Gefahr, dass sich das mit dem Mobilitätszentrum neu gestaltete Areal zu einer Problemzone entwickelt. Sie hat beobachtet, dass dort seit einigen Wochen immer die gleichen 6 Jugendlichen – geschätzte 15 Jahre alt – abhängen: unter der Woche, wie am Abend. Dabei werden sie auch laut, schreien herum, pöbeln Passanten an. Am Sonntag hat deswegen jemand die Carabinieri gerufen.<BR /><BR />Am Mittwochabend war es anders, berichtet die Anrainerin von ihren zufällig gemachten Beobachtungen. Statt der wenigen Jugendlichen waren an die 20 in 2 Gruppen vor Ort. „Es sah so aus, als ob das Treffen vereinbart war“, sagt die Frau. Es war ruhiger, bis plötzlich 2 aneinandergerieten. <BR /><BR />Als einer am Boden lag, wurden die Carabinieri gerufen. Als diese eintrafen, hatte sich das Geschehen bereits beruhigt. Ein minderjähriger Jugendlicher aus Bruneck wurde mit Verletzungen im Gesicht in das Krankenhaus Brixen gebracht, wo er eine Nacht stationär aufgenommen wurde.<h3> Einige bereits polizeibekannt</h3>Die Militärkräfte identifizierten 25 Jugendliche aus Brixen, Bruneck, Franzensfeste und Bozen zwischen 15 und 20 Jahren, teilweise mit Migrationshintergrund. Einige waren bereits bekannt. Nun versuchen die Beamten anhand der Aufzeichnungen der Videokameras vor Ort das Vorgefallene zu rekonstruieren, vor allem, ob mehrere zugeschlagen haben.<BR /><BR />Der für die Sicherheit zuständige Stadtrat Thomas Schraffl bezeichnet den Vorfall, wie jene letzthin in ganz Südtirol, als besorgniserregend. „Es geht in die falsche Richtung“, meint Schraffl.<h3> Brixen nimmt Thema ernst</h3>Unter dem Titel „Erneut Massenschlägerei: Sven Knoll spricht aus, was andere verschweigen“, führt die Süd-Tiroler Freiheit in einer Presseaussendung das Problem Jugendgewalt ausschließlich auf ausländische Jugendliche zurück. Angesichts der Tatsache, dass im Wahlkampf viele das Sicherheitsthema auszuschlachten versuchen, meint Schraffl: Brixen nehme das Thema seit Jahren ernst, weshalb auch die Videoüberwachung an sensiblen Orten ausgebaut worden sei – was nicht alle goutiert hätten. „In solchen Fällen sind die Aufzeichnungen ein wichtiges Mittel, um die Tatverdächtigen zu finden“, findet Schraffl. Am Mobilitätszentrum sind 32 Überwachungskameras installiert.<BR /><BR />Die oben zitierte Anrainerin hat irgendwo auch Mitleid mit den Minderjährigen, deren Eltern sich offensichtlich nicht ausreichend um sie kümmerten. Dass das Gefühl des Nichtgebraucht-Seins irgendwann in Aggressivität umschlägt, könne sie irgendwie nachvollziehen.