<b>Von Micaela Taroni<BR /></b><BR />Cappellari berichtete von einem lauten Knall und rasch aufsteigenden Flammen, als er nach Hause kam. Der Journalist arbeitet für die Zeitschrift „L'Altipiano“ in Asiago und berichtet unter anderem über soziale Brennpunkte im Raum Neapel. Er hatte sich wiederholt mit dem Anti-Camorra-Priester Maurizio Patriciello solidarisiert. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wird ein möglicher Zusammenhang mit früheren Drohungen gegen den Journalisten geprüft. Seit 2025 sei Cappellari wiederholt eingeschüchtert worden, auch im Zusammenhang mit seiner Berichterstattung. Die Behörden prüfen entsprechende Verbindungen.<h3> Meloni verurteilte den Anschlag</h3>Cappellari selbst erklärte, er gehe derzeit nicht davon aus, dass die Tat im Zusammenhang mit seiner journalistischen Tätigkeit über soziale Themen im Raum Neapel stehe. Wahrscheinlicher seien lokale Motive oder persönliche Konflikte. Zugleich berichtete der Journalist von einer am Tatort hinterlassenen Drohung, der zufolge auch Fotos von ihm vor seinem Wohnhaus enthalten gewesen seien. Dies deute darauf hin, dass er möglicherweise über längere Zeit beobachtet worden sei. Die Drohungen hätten sich zudem gegen Maurizio Patriciello sowie gegen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gerichtet.<BR /><BR />Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte den Anschlag und erklärte ihre Solidarität mit dem Journalisten. Der Angriff sei inakzeptabel und stelle eine Bedrohung der Presse- und Informationsfreiheit dar. Italien brauche Journalisten, die Missstände dokumentierten und zur gesellschaftlichen Aufklärung beitrügen, so Meloni. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass sich Cappellari nicht einschüchtern lassen werde.