Dienstag, 18. August 2015

Anschlag in Bangkok: Heiße Spur führt in den Nordosten

Nach dem Bombenanschlag in Bangkok mit 22 Todesopfern verfolgen die Ermittler nach Angaben der Regierung eine heiße Spur.

Foto: © APA/EPA

Auf Bildern von Überwachungskameras sei ein Verdächtiger zu sehen, nach dem nun gefahndet werde, sagte der Chef der thailändischen Militärjunta am Dienstag.

Laut Prayut Chan-Ocha gehört der Verdächtige vermutlich einer regierungsfeindlichen Gruppe an, die im Nordosten Thailands ansässig sei. Die Region ist eine Hochburg der Rothemden-Bewegung, die den Militärputsch im Mai vergangenen Jahres verurteilt.

Belebtes Viertel

Prayut, der als Regierungschef fungiert, sagte weiter, der Anschlag vom Montag sei „der schlimmste Angriff“ in der Geschichte des Landes. Am Montagabend hatte sich am Erawan-Schrein in Bangkoks zentralem Viertel Chidlom eine gewaltige Explosion ereignet.

In dem Viertel befinden sich auch mehrere große Einkaufszentren und teure Hotels. Die Polizei hatte zunächst von 19 Toten gesprochen, darunter zehn Thailänder, ein Chinese und ein Philippiner. Später wurde mitgeteilt, dass auch zwei Touristen aus Hongkong getötet worden seien.

apa/afp/sda

stol