Dienstag, 20. Dezember 2016

Anschlag mit 12 Toten: Eine Italienerin wird vermisst

Bei dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin sind mindestens 12 Menschen ums Leben gekommen. Seit dem Attentat fehlt auch von einer Italienerin jede Spur.

Angela Merkel, Thomas de Maiziere und Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller gedenken der Opfer: Bei dem Attentat in Berlin kamen mindestens 12 Menschen ums Leben, 48 sind verletzt.
Angela Merkel, Thomas de Maiziere und Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller gedenken der Opfer: Bei dem Attentat in Berlin kamen mindestens 12 Menschen ums Leben, 48 sind verletzt. - Foto: © APA/AFP

Um kurz nach 20 Uhr am Montagabend steuerte ein Mann einen Lastkraftwagen auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Er tötete mindestens 12 Personen, viele weitere wurden schwer verletzt. Seit Dienstag sprechen die offiziellen Stellen in Berlin von einem Anschlag.

31-Jährige aus der Provinz L'Aquila vermisst

Seit den Anschlag auf den Markt gilt eine Italienerin als vermisst. Das bestätigte der italienische Botschafter in Deutschland der „Repubblica“. Er meinte, es gäbe „Grund zur Sorge“. Doch: Auch die Identität der Verletzten habe man bisher noch nicht vollständig klären können. Es bestehe nach wie vor die Möglichkeit, dass sich die Frau unter diesen befinde.

Bei der vermissten Frau handelt es sich um Fabrizia Di Lorenzo, eine 31-Jährige. Sie stammt aus der Provinz L’Aquila, arbeitete zuletzt aber in Berlin. Medienberichten zufolge sei das Handy der Frau am Tatort entdeckt worden.

Keine Bestätigung, doch Vater sagt: "Mache mir keine Illusionen"

Das italienische Außenministerium hat sich das Falls angenommen. Außenminister Angelino Alfano schließt ein italienisches Opfer nicht aus. Er verweist allerdings darauf, dass man auf die Bestätigung der deutschen Polizei warten müsse.

Mittlerweile ist die Familie von Fabrizia Di Lorenzo für einen DNA-Test nach Deutschland gereist. Doch der Vater sagte der Nachrichtenagentur Ansa, er habe die Hoffnung verloren, seine Tochter noch einmal lebend zu sehen. "Ich mache mir keine Illusionen."

Von den insgesamt 12 Toten wurden sechs bereits identifiziert. Bei den Opfern handelt es sich um deutsche Staatsbürger.

stol

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