Zu diesem Schluss sind die Verfassungsrichter in Rom gekommen, die aufgerufen waren, sich über die Rechtmäßigkeit des seit 2006 geltenden Anti-Drogen-Gesetzes auszusprechen.Ziel des Gesetzes, das nach seinen Urhebern auch Fini-Giovanardi-Gesetz genannt wird, war es, die amerikanische Vision der „Null-Toleranz“ auch in Italien einzukführen.Seit damals werden Besitzer von einem Gramm Marihuana ebenso drakonisch verfolgt wie organisierte Rauschgifthändler. Nach dem Spruch des Verfassungsgerichts gilt jetzt wieder ein mit einem Referendum im Jahr 1993 geändertes Drogengesetz, das niedrigere Strafen für den Konsum und Handel weicher Drogen vorsieht.Damit könnten schon bald zahlreiche Häftlinge, die wegen kleiner Drogendelikte einsitzen, freikommen.Die Parteien werden entscheiden müssen, ob sie dem Parlament ein neues Anti-Drogen-Gesetz vorlegen werden, doch die Fronten sind verhärtet.mit