Sonntag, 02. Januar 2022

Anti-Impf-Predigt in Norditalien: Gläubige verlassen die Kirche, Proteste

In seiner Predigt bei der Jahresschlussmesse am Silvesternachmittag hat der Pfarrer der Ortschaft San Vittore Martire bei Mailand die Impfkampagne und die Vorgehensweise der italienischen Regierung bei der Pandemiebekämpfung kritisiert und dafür Protest geerntet.

Pfarrer der Ortschaft San Vittore Martire bei Mailand erntete Kritik.
Pfarrer der Ortschaft San Vittore Martire bei Mailand erntete Kritik. - Foto: © ANSA / TORRES
Die Worte des Pfarrers sorgten bei mehreren Gläubigen für kritische Reaktionen, viele von ihnen verließen die Kirche. Der Fall wurde der Mailänder Erzdiözese gemeldet, berichtete die Zeitung „La Provincia Pavese“.

Der Pfarrer verteidigte sich gegen die heftige Kritik. „Im Leben muss man wissen, wie man denen zuhört, die eine andere Meinung haben. Wenn man in dieser historischen Phase etwas anderes über die Pandemie sagt als das, was man gemeinhin hört, wird man als Impfgegner abgestempelt“, meinte er.

Der Priester wollte sich nicht dazu äußern, ob er gegen Covid-19 geimpft sei. „Diese Frage beantworte ich nur Ärzten. Zu persönlichen Gesundheitsfragen muss man Leuten, die keine Ärzte sind, keine Antworten geben“, sagte er.

In Italien wächst die Zahl der Corona-Infektionen stark. 2,5 Millionen Italiener sind in Quarantäne. Am Neujahrstag waren übe eine Million Italiener coronapositiv.

ansa/apa