Donnerstag, 03. Dezember 2020

Antidiskriminierungsstelle des Landes Südtirol wird eingerichtet

Es wird eine Anlaufstelle für alle, die von Diskriminierung betroffen sind: Mit Inkrafttreten des neuen Landesgesetzes Nr. 11 vom 9. Oktober wird demnächst die Antidiskriminierungsstelle des Landes Südtirol eingerichtet.

Die Antidiskriminierungsstelle wird eine Anlaufstelle für alle, die direkt oder indirekt von Diskriminierung betroffen sind.
Badge Local
Die Antidiskriminierungsstelle wird eine Anlaufstelle für alle, die direkt oder indirekt von Diskriminierung betroffen sind. - Foto: © shutterstock
Organisatorisch der Volksanwaltschaft zugeordnet, wird die Stelle inhaltlich eigenständig und autonom agieren und allen Bürgerinnen und Bürgern offen stehen. Die Antidiskriminierungsstelle des Landes Südtirol wird Menschen unterstützen, die Benachteiligung erleben in Hinblick auf ihre ethnische Zugehörigkeit oder aus rassistischen Motiven, in Hinblick ihrer Behinderung, aufgrund von Homo-, Bi- und Transphobie, in Hinblick auf ihr Alter, ihre Religion oder Weltanschauung, ihren sozialen Status, ihr Erscheinungsbild oder ähnliches.

Auch Bildungsarbeit mit Projekten und Workshops geplant

Die Anlaufstelle dient all jenen, die direkt oder indirekt von Diskriminierung betroffen sind. Das Beratungsangebote wird kostenlos sein. Darüber hinaus wird diese neue Stelle auch Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsarbeit mit Projekten und Workshops, aber auch Forschung zu verschiedenen Themen der Antidiskriminierungsarbeit ausführen.

Die Antidiskriminierungsstelle wird mit Rat und Tat von einem Beirat unterstützt werden, der jeweils für die Dauer einer Legislaturperiode ernannt wird. Vor allem soll dieser Beirat als Bindeglied zwischen den Betroffenen, den gemeinnützigen Organisationen, die sie unterstützen, und dem Verantwortlichen der Antidiskriminierungsstelle dienen.

„Um der Antidiskriminierungsstelle bei ihren ersten Schritten auf die Beine zu helfen sind alle Organisationen, die sich der Antidiskriminierungsarbeit verschrieben haben, herzlich eingeladen sich zu melden, sodass eine gute Vernetzung möglich wird“, sagt Volksanwältin Gabriele Morandell. „Ein konstanter Austausch, eine gute Zusammenarbeit und das Lernen von den Erfahrungen von Akteuren und Organisationen ist für die neue Antidiskriminierungsstelle von großer Wichtigkeit.“

Alle Vereine, die Interesse haben, in Zukunft mitzuwirken, können sich schon jetzt unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder unter der Rufnummer 0471 946020 melden.

stol