Donnerstag, 31. Januar 2019

Antisemitismus: Klima „wie in den 1930er Jahren“

Morddrohungen in sozialen Medien, Gewalttaten auf der Straße, als Antizionismus getarnter intellektueller Judenhass: Federico Steinhaus zeichnet ein düsteres Bild von der aktuellen Situation der jüdischen Diaspora in Europa. Der ehemalige Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde Meran sprach am Dienstagabend vor rund 50 Zuhörern in der Stadtbibliothek über den neuen Antisemitismus.

Der Autor des Buches „Una giornata della memoria. 364 giornate dell’indifferenza“, Federico Steinhaus. - Foto: D/ki
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Der Autor des Buches „Una giornata della memoria. 364 giornate dell’indifferenza“, Federico Steinhaus. - Foto: D/ki

Den Anlass für das Gespräch bot der jüngst begangene Tag des Gedenkens, in dessen Rahmen Steinhaus sein neues Buch „Una giornata della memoria. 364 giornate dell’indifferenza“ (Raetia) vorgestellt hatte.
Ein neues Buch zum Thema

Der Meraner Autor kritisierte in diesem Zusammenhang einen linken Antisemitismus, der im Kommunismus seinen Ursprung habe und sich heute in einer einseitigen Solidarität mit den Palästinensern zeige. Ein Großteil der westlichen Kritik am Vorgehen Israels im Nahostkonflikt sei ein maskierter Antisemitismus, zeigte sich Steinhaus überzeugt. Später räumte er ein, dass Kritik legitim sei, sofern sie nicht die Vernichtung des israelischen Volkes beinhalte oder das Existenzrecht Israels infrage stelle.

D/ki  

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol