Die Freiheitlichen hatten in einem Antrag an den Landtag die kostspieligen Parkplätze am Bozner Spital in Frage gestellt: Die Gebühr von 1,50 Euro werde derzeit regelrecht „als Strafe“ empfunden, polterte Ulli Mair am Mittwoch im Hohen Haus. Eine Verbilligung solle durch die Berechnung nach Minuten möglich werden.Ein Vorschlag, dem auch SVPler Christian Tschurtschenthaler etwas abgewinnen konnte: „Eine volle Stunde für zwei Minuten ist zu viel“, meinte er.Die Grünen stimmten mit den Blauen in den Grundzügen überein: „Wir sind im Prinzip nicht für billige Parkplätze“, erklärte Brigitte Foppa, „außer bei Bahnhöfen und Krankenhäusern“. Denn der Krankenbesuch sei ein Dienst am Menschen, an der Gesellschaft und sollte daher belohnt werden.Parkplatz durch Parkende finanzierenDoch Sanitätslandesrätin Martha Stocker erteilte dem Antrag eine klare Absage. Die Hospital Parking AG, die Gesellschaft, die den Parkplatz am Spital betreibt, sei inzwischen eine hundertprozentige In-House-Gesellschaft des Landes. Und so müsse die öffentliche Hand jedes Jahr einen Zuschuss zur Kostendeckung gewähren.„Man könnte den Parkplatz natürlich auch mit den Steuern der Allgemeinheit finanzieren, aber die Landesregierung ist der Meinung, dass eine Kostendeckung durch eine Gebührenerhöhung richtig ist“, betonte Stocker. Die Gebührensteigerung – von 1,20 auf 1,50 Euro – sei übrigens dieselbe wie beim günstigsten Parkhaus in der Stadt."Nicht mehr die ganze Stunde berechnen"Einen kleinen Hoffnungsschimmer ließ die Landesrätin dennoch aufflackern: Künftig werde man nicht mehr die ganze Stunde berechnen, erklärte sie, wenngleich ein Minutentarif unwahrscheinlich sei.Der Antrag der Freiheitlichen wurde mit 13 Ja, 15 Nein und bei zwei Enthaltungen abgelehnt.stol